Fr., 20.03.2026 , 11:02 Uhr

Amberg

Elektrobusse im Stadtverkehr

Neues Konzept und neuer Betreiber. Seit Jahresbeginn hat Amberg neue Stadtbusse, um den öffentlichen Nahverkehr zu verbessern. Die neue Busflotte fährt weitgehend elektrisch.

Normalerweise herrscht Lärm, wenn die Stadtbusse durch den Busbahnhof in Amberg fahren. Ungewöhnlich leise und effizient sind die neuen E-Busse. Nach gut zwei Monaten im Betrieb ziehen die Beteiligten des neuen Stadtkonzeptes eine positive Bilanz. Oberbürgermeister Michael Cerny bekommt bereits positive Rückmeldungen von den Bürgern. Die neuen Busse kommen gut an, allein schon, weil sie neu seien. Die Bürger würden merken, dass es leiser ist beim Anfahren, Wegfahren und insgesamt, wenn die Busse unterwegs sind, so Cerny.

Neun neu angeschaffte Busse fahren nach der Beauftragung des neuen Betreibers Reisebüro Reichert im Stadtgebiet. Sorgen vor zu geringer Reichweite der E-Busse müssen sich die Passagiere aber nicht machen.

Jörg Bruckner, Prokurist bei Reisebüro Reichert/Bruckner bestätigt das. Mit einem Elektrofahrzeug können zwei Schichten gefahren werden, manchmal mit Zwischenladung. Auch Minustemperaturen seien kein Problem für die Reichweite.

Für Buslinien mit längerer Fahrtzeit ist die Reichweite zu kurz. Daher braucht es Dieselbusse. Aber auch die fahren mit Fokus auf Nachhaltigkeit mit einem speziellen Sprit, der 80 % weniger CO2-Ausstoß hat. Im Vergleich zum alten Konzept sei das ein Rückgang von 90 % CO2.

Im Rahmen des Konzepts sollen sich die Stadtbuslinien in umliegende Gemeinden ausweiten. Linienbusse fahren jetzt stündlich nach Ammerthal und Köfering. Damit einher geht auch die Anpassung der Fahrtzeiten, sodass Fahrgäste weniger warten müssen. So können Bürger den Bus- und Schienenverkehr besser verbinden. Susanne Hierl erhofft sich, dass so die Bürger mehr mit dem Bus fahren. Im ländlichen Bereich ist es nicht immer ganz einfach, so Hierl, aber man solle den ÖPNV einfach mal ausprobieren.

Das Bundesministerium für Verkehr unterstützt das Projekt im Rahmen der „Richtlinie zur Förderung alternativer Antriebe im Schienenverkehr/von Bussen im ÖPNV“ mit knapp 2 Millionen Euro. Zu den Anschaffungskosten der Busse hat der Betreiber keine Aussage getroffen. Wichtig für Bürger zu wissen – das Stadtbuskonzept hat keinen Einfluss auf die Ticketpreise.

(tj)

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