Fr., 21.11.2025 , 12:15 Uhr

Floß

Forschung im Tiefbau: Albert Füracker übergibt Förderbescheid

Rund 370 Tausend Euro hat Bayerns Heimat- und Finanzminister Albert Füracker nun an die Harald Gollwitzer GmbH und die OTH Regensburg übergeben. Grund für die Förderung ist die gemeinsame Forschung an der Wiedergewinnung von Stahlbauteilen im Tiefbau.

Stahlbauteile aus Tiefbauwerken ziehen, um diese wiederverwenden zu können. Das klingt kompliziert. Mit einer besonderen Technik soll das aber möglich sein. Dafür wird Gleichstrom zu den Stahlträgern geführt. Dann läuft Wasser durch die Hohlräume im Bau, welches durch die Erhöhung der elektrischen Spannung zersetzt wird und sich zu Wasserstoff entwickelt. Durch den Gasdruck, der dabei entsteht, drückt sich das ganze auseinander. Auf diese Weise reduziert sich die Haftreibung zwischen Stahl und Beton und der Träger kann aus dem Tiefbau gezogen werden.

Dieses Verfahren haben die OTH Regensburg und die Harald Gollwitzer GmbH aus Floß zusammen entwickelt und dafür nun eine Förderung in Höhe von fast 370.000 Euro erhalten. Bayerns Heimat- und Finanzminister Albert Füracker hat den Förderbescheid in Floß persönlich an den Geschäftsführer Harald Gollwitzer und den Dozenten Prof. Dr.-Ing. Thomas Neidhart der OTH Regensburg übergeben. Es sei im Sinne der Nachhaltigkeit und der Wirtschaftlichkeit an solchen Projekten zu arbeiten, so Füracker.

Eine Herausforderung müssen die OTH und die Firma Gollwitzer aber noch überwinden. Sie brauchen einen Kooperationspartner, der baustellengerechte Stromgeräte herstellen kann. Denn diese müssten Dreck, Kälte und Nässe aushalten, so Prof. Dr.-Ing Neidhart. Während die OTH den theoretischen und wissenschaftlichen Part übernimmt, kümmert sich die Harald Gollwitzer GmbH darum, auf den Baustellen die die praktischen Feldversuche 1 zu 1 mit Geräten, mit Materialien und mit Personalaufwendungen umzusetzen, damit die Forschung ihre Kenntnisse daraus gewinnen kann.

Dafür soll auch das Fördergeld verwendet werden, so Harald Gollwitzer. Im nächsten Schritt will die OTH Regensburg orientierende Laborversuche machen. Laut Professor Doktor Thomas Neidhart könne das etwa ein Jahr dauern. Sobald die Versuche im Labor funktionieren, soll die Firma Gollwitzer diese dann auf Probebaustellen umsetzen.

(km)

Albert Füracker elektrischer Strom Floß Förderbescheid Förderung Forschung Harald Gollwitzer Harald Gollwitzer GmbH Nachhaltigkeit Oberpfalz Oberpfalz TV OTH Regensburg OTV Prof. Dr. Thomas Neidhart Stahlbauteile tiefbau

Das könnte Dich auch interessieren

06.04.2026 03:51 Min Tourismusverband Ostbayern: LEADER-Projekt zur Nachhaltigkeit gestartet In der Event-Location „Panorama Seenland“ gleich neben der Holzerlebniskugel am Steinberger See war der Startschuss zu einem geförderten EU-Projekt. Das über LEADER finanzierte Projekt nennt sich „Natürlich Ostbayern – Nachhaltigkeit im Tourismus im Fokus“. Es handelt sich um ein Kooperationsprojekt, zu dem sich 10 Landkreise aus Ostbayern zusammengeschlossen haben. Darunter sind die Landkreise Tirschenreuth, Neustadt 22.08.2025 02:15 Min Von Hackschnitzeln bis Zapfhahn – Der Aufbau-Marathon zur Kirwa Der Cylinder-Club Floß übernimmt in diesem Jahr die Organisation und sorgt dafür, dass alles reibungslos funktioniert. Bier und Brotzeit stehen ganz oben auf der Prioritätenliste – denn ohne kulinarische Versorgung läuft hier gar nichts. Insgesamt werden rund 60.000 Liter Bier erwartet, die bis Montagabend ausgeschenkt werden. Neben der Grundversorgung wird das Gelände technisch ausgestattet: Lichtanlagen, 06.08.2026 02:30 Min Amberger KI-Projekt erhält 50.000€ vom Freistaat Bei einer Sache waren sich alle Anwesenden heute Vormittag in Amberg einig: Künstliche Intelligenz ist das große Thema der nächsten Jahre. Fabian Schünke hat das erkannt und setzt nicht nur in seiner Funktion als Geschäftsführer von Herding Filtertechnik auf KI. „Mein Vater war früher in der IT, mit KI macht er heute aber gar nichts. 07.07.2026 00:31 Min 1.000 Euro Startgeld bei „Unser Dorf hat Zukunft“ Der Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ startet im Herbst in eine neue Runde und soll mehr Gemeinden für die Teilnahme gewinnen. Künftig übernimmt die Verwaltung für Ländliche Entwicklung die Betreuung des Wettbewerbs. Fachleute aus der Oberpfalz haben sich in Tännesberg über neue Inhalte und Fördermöglichkeiten ausgetauscht. Unter anderem soll ein Startgeld von 1.000 Euro gute