2020 fiel der erste Spatenstich, jetzt wurde an derselben Stelle das Eröffnungsband durchgeschnitten. Zwei symbolische Momente markieren den Beginn und das Ende eines Bauprojekts, auf das Waldershof fast 40 Jahre gewartet hat. Nach fünfeinhalb Jahren Bauzeit ist die rund 3,4 Kilometer lange Ortsumgehung nun Realität.
40 Millionen Euro für ein anspruchsvolles Bauprojekt
Rund 40 Millionen Euro investierte der Freistaat Bayern in die neue Strecke. Besonders aufwendig waren die sieben Brückenbauwerke, darunter eine Brücke, die im vergangenen Jahr spektakulär an ihre endgültige Position geschoben wurde. Neben den technischen Herausforderungen mussten auch strenge Vorgaben des Naturschutzes berücksichtigt werden. Zudem führte die Trasse durch ein Wasserschutzgebiet und kreuzt zweimal die Bahnlinie.
Entlastung für Bürger und bessere Verbindungen
Bislang fuhren täglich rund 13.000 Fahrzeuge mitten durch Waldershof. Die neue Ortsumgehung soll den Ortskern nun deutlich vom Verkehr entlasten und damit die Lebensqualität der Anwohner verbessern. Gleichzeitig stärkt sie die Verbindung zum Landkreis Tirschenreuth, zur A93 und weiter nach Tschechien.
Auch die Wirtschaft soll von der neuen Infrastruktur profitieren: Das angrenzende Industriegebiet wächst, immer mehr Unternehmen erweitern dort ihre Flächen.
Neue Chancen für Waldershof
Die neue Straße steht für weniger Verkehr, mehr Sicherheit und bessere Zukunftsperspektiven. Sie verbindet nicht nur Orte und Regionen, sondern schafft auch neue Möglichkeiten für die Entwicklung Waldershofs. Gleichzeitig bleibt es Aufgabe der Gemeinde, den nun ruhigeren Ortskern attraktiv zu halten und weiter zu beleben.
(sos)