Es raucht noch aus dem abgebrannten Asylheim in der Falkenauerstraße in Schwandorf. Rund 50 Einsatzkräfte der Feuerwehren Schwandorf, Dachelhofen, Fronberg, Bichlkühn und Ettmannsdorf haben kurz zuvor das lodernde Feuer bekämpft.
Ausgebrochen seit das Feuer laut Polizeihauptkommissar Florian Meier im Erdgeschoss. Es habe sich aber bis zum Eintreffen der Einsatzkräfte auch auf den ersten Stock und das Dachgeschoss ausgeweitet.
In dem Heim haben zwölf Menschen gewohnt, zehn aus der Ukraine, zwei aus Syrien. Auch wenn sie wieder mal ihr Zuhause und ihr Hab und Gut verloren haben, so ging der Brand doch größtenteils glimpflich für sie aus. Drei Bewohner erlitten leichte Verletzung durch Rauchgas, einer musste ins Krankenhaus gebracht werden.
Immer wieder brennen Asylunterkünfte
Immer wieder brennt es in Asylunterkünften. Manchmal ist es Unachtsamkeit wie ein nicht ausgeschalteter Herd in Bayreuth 2024, manchmal sind es technische Defekte in den oftmals schlecht ausgestatteten Heimen. Manchmal aber ist es auch Brandstiftung wie in Selb 2023. Schwandorf ist seit dem rechtsextremen Anschlag auf das Habermeier-Haus 1988, bei dem drei Türken und ein Deutscher starben, auf dem Gebiet ein gebranntes Kind.
Doch auch wen die Brandursache noch ermittelt wird, geht die Polizei heute nicht von Brandstiftung aus.
Ein Verantwortlicher des zuständigen Landratsamtes Schwandorf hat die zwölf Bewohner nun auf andere Asylunterkünfte in Schwandorf und in Steinberg am See verteilt. Das abgebrannte Haus ist nicht mehr bewohnbar. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf 250.000 Euro. Neben den Feuerwehren waren auch zahlreiche Polizisten, Rettungsärzte sowie Mitglieder des THW vor Ort. Jetzt ermitteln die Brandinspektoren.
(mz)