Na, wo verstecken sie sich denn? Elina und Maxim haben heute eine besondere Mission: Die beiden nehmen für den Bund Naturschutz an der bundesweiten Hummel-Challenge teil. Ihre Aufgabe klingt simpel – Hummeln aufspüren und fotografieren. Damit das klappt, begleitet sie Horst Schwemmer von der Kreisgruppe Amberg-Sulzbach. Bei der Challenge sollen Lebensräume und Veränderungen sichtbar werden.
Gerade jetzt spielen Hummeln eine entscheidende Rolle. Frühblühende Pflanzen sind auf sie angewiesen, um bestäubt zu werden. Ohne die fleißigen Brummer würde es deutlich länger dauern, bis die Natur ihre ersten Farbtupfer zeigt. Kurz gesagt: Ohne Hummeln wäre der Frühling ein gutes Stück farbloser. Also heißt es für unsere beiden Praktikanten: weitersuchen. Und das ist gar nicht so leicht – bislang haben sie nur wenige Exemplare entdeckt. Der Name „Hummel-Challenge“ trifft es also ziemlich gut.
Nach rund dreißig Minuten dann endlich Erfolg: Elina entdeckt eine Hummel, zückt das Handy und hält den Moment fest. Das Foto lädt sie in die App „ObsIdentify“, die anhand des Bildes die genaue Art bestimmt. Auch die Pflanze, auf der die Hummel sitzt, wird erfasst – wichtig für spätere Auswertungen. In diesem Fall handelt es sich um eine Erdhummel auf einer Krokusblüte mitten in Amberg. Diese Daten fließen direkt an den Bund Naturschutz und helfen dabei, Veränderungen in der Tierwelt besser zu verstehen.
Bis zum 09. April kann jeder bei der Hummel-Challenge mitmachen. Im vergangenen Jahr wurden rund 11.000 Hummeln gemeldet. Elina und Maxim haben heute – trotz kräftigem Wind – innerhalb einer Stunde fünf Hummeln gefunden. Ein wirklich solider Start in die diesjährige Challenge.
(ls)