Fr., 14.11.2025 , 15:14 Uhr

Amberg/Bayern

Kinderstartgeld: Familien kritisieren das Aus

Dass das sogenannte Kinderstartgeld im kommenden Jahr nun doch nicht kommt, kritisieren viele junge Familien. Sie hätten fest mit dem Geld gerechnet und seien mit dem Aus des Kinderstartgeldes kalt erwischt worden.

Eigentlich hätten junge Familien in Bayern im Januar 3.000 Euro als Kinderstartgeld erhalten sollen, doch Ministerpräsident Markus Söder verkündete diese Woche das Aus.

Für die Familien Müller und Baumann aus Amberg kam diese Ankündigung überraschend. Sie hätten fest mit dem Geld gerechnet, so Ramona Müller. Lukas Baumann hätte eine Staffelung beim Kinderstartgeld für sozialverträglicher gehalten. Seiner Meinung nach hätte die volle Summe dieses Mal ausbezahlt werden sollen, in 2 Jahren dann nur noch 2.000 Euro und weitere 2 Jahre später noch 1.000 Euro. Ab 2030 hätte das Geld dann komplett wegfallen können. Die Planbarkeit für Familien wäre so besser gewesen, so Lukas.

Sozialministerin Ulrike Scharf verteidigte das Aus des Kinderstartgeldes. Das Geld werde nicht eingespart, sondern es fließe vollständig in die Betriebskosten von Kindergärten, Kitas und staatlich geförderten Betreuungseinrichtungen. Von ihrem Haushalt in Höhe von 8 Milliarden Euro stünden auch weiterhin 5 Milliarden Euro für Familien und Kinder zur Verfügung. Bayern bleibe ein Familienland.

Die Opposition kritisierte das Vorgehen der Regierung scharf. Das Ende sei zu abrupt gekommen. So gehe man mit jungen Familien nicht um, sagte die SPD-Frau Doris Rauscher, die Vorsitzende im Sozialausschuss des Landtags ist.

(tb)

amberg Doris Rauscher Familien Gesellschaft Kinder Lukas Baumann Oberpfalz Oberpfalz TV OTV Politik Ramona Müller Soziales Streichung Kinderstartgeld Ulrike Scharf

Das könnte Dich auch interessieren

04.08.2026 03:13 Min Kinder sind Kulturprofis: Abgeschlossenes Pilotprojekt „Kultur-Spatz“ bringt Kultur in der Heimat näher Seit 2023 haben sechs Klassen jedes Halbjahr ein kulturelles Thema direkt in ihrer Stadt bearbeitet und dabei die Sparten Medien, Musik, Literatur, verschiedene Kunstformen, Geschichte und Brauchtum kennengelernt. Nachdem nun die ersten Gruppen alle Stationen durchlaufen haben, zeigte sich, wie vielfältig das Projekt war. Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch im OTV-Studio, wo besonders der 28.07.2026 02:56 Min Amberger Stadtrat: Fahrradstraße in Ammersricht erstmal geplatzt Eine geplante Fahrradstraße durch den Amberger Stadtteil Ammersricht ist im Stadtrat nun vorerst deutlich gescheitert. Die Route sollte vom Langangerweg über die Hammermeisterstraße bis zum verkehrsberuhigten Bereich an der Alten Grenze verlaufen. Ziel war es, Radfahrern eine durchgängige Vorfahrtsstraße zu bieten und sie von der unübersichtlichen Bayreuther Straße wegzuleiten. Autos hätten die Straße weiterhin befahren 22.07.2026 01:46 Min Bergwirtschaft am Mariahilfberg: Bauminister bestätigt mögliche Förderung für Sanierung Die Diskussion um die Zukunft der Bergwirtschaft auf dem Amberger Mariahilfberg geht in die nächste Runde. CSU und Junge Union haben am Wochenende beantragt, die Ausweisung eines Sanierungsgebiets zeitnah prüfen zu lassen. Oberbürgermeister Michael Fritz von den Freien Wählern stellte daraufhin klar, dass eine entsprechende Prüfung durch die Stadtverwaltung bereits laufe. Nun hat auch Bayerns 07.05.2026 03:31 Min Kultur-Spatz bei OTV: Grundschüler werden selbst zu Fernsehmachern Wie entsteht ein Fernsehbeitrag – und wie fühlt es sich an, selbst vor der Kamera zu stehen? Genau das hat die Klasse 3c der Dreifaltigkeits-Grundschule Amberg beim Besuch im OTV-Studio ausprobiert. Das Ganze ist Teil des Projekts Kultur-Spatz, das vom Kulturamt Amberg initiiert wurde. Ziel ist es, Kindern Kultur nicht nur theoretisch zu vermitteln, sondern