Unser Gehirn ist ein echtes Wunderwerk mit hoher Leistungsfähigkeit. Dafür sorgen die Gehirnfalten. Doch nicht immer wirken sich diese Faltungen positiv aus: falsche, fehlende oder übermäßige Entwicklungen führen zu Krankheiten wie Epilepsie. Thematisiert wurde dies bei einem wissenschaftlichen Vortrag. Allerdings nicht in einer Universität, sondern in der Klosterkirche Speinshart. Doch wie passen Wissenschaft und Kirche zusammen?
Laut Abt em. Hermann Josef Kugler Opraem der Klosterkirche Speinshart passe diese beiden Bereiche wunderbar zusammen. Denn Religion deute das Leben, Wissenschaft erkläre das Leben und die Musik, die bei der Veranstaltung spielte, spreche die Ebene der Emotionen an.
Für die beiden Professoren Paul Steinmann und Silvia Budday, die den wissenschaftlichen Teil beisteuerten, ist klar: Musik ist nicht nur für das ausgebildete Gehirn wertvoll sondern spielt bereits bei der Entwicklung im Mutterleib eine wichtige Rolle.
Das Gehirn sei sowohl beim Hören als auch beim Spielen der Musik aktiviert und involviert, so Professor Paul Steinmann. Laut Professor Silvia Budday entwickele sich das Gehirn bereits im Mutterbauch. Studien zeigen, dass Musik bereits dort Einfluss auf das Gehirn nehme.
Das Gehirn, lässt uns denken, fühlen, erinnern und entscheiden. Aber nicht nur die Funktion und Entwicklung des Gehirns stehen im Fokus der Forschung. Auch die bisher unbeachtete Mechanik spielt für die beiden Wissenschaftlicher eine große Rolle. Die Veranstaltung sollte die neue Perspektiven auf das menschliche Leben eröffnen und Wissenschaft und Kirche miteinander vereinen: In Speinshart hat das gut funktioniert.
(md/hp)