In 14 Jahren klimaneutral werden. Ein ambitioniertes Ziel, das sich der Freistaat Bayern, aber auch die Stadt Weiden gesetzt haben. Auch, weil 95 Prozent der Haushalte in Weiden mit fossilen Energieträgern, wie Öl und Gas, heizen. Manche Stadträte haben dieses Ziel in der vergangenen Stadtratssitzung unrealistisch genannt. Die kommunale Wärmeplanung der Stadt Weiden war somit ein umstrittenes Thema in der Sitzung.
Die Stadt hat bereits im November vergangenen Jahres den Bürgern ihre kommunale Wärmeplanung vorgestellt. Mehr als zwei Jahre vor der Frist. Denn die Kommunen sind verpflichtet bis 2028 eine kommunale Wärmeplanung anzustoßen. Dennoch bleibt das Ziel, die Energieversorgung künftig statt mit Öl und Gas aus einem großen Wärmenetz im Stadtzentrum und in der Peripherie hauptsächlich mit Wärmepumpen zu garantieren, eine Mammutaufgabe. Dennoch hat das Gremium nun mit sechs Gegenstimmen dem kommunalen Wärmeplan als zentrale strategische Planungsgrundlage der Stadt Weiden zugestimmt.
Ein weiterer Tagesordnungspunkt zum Thema Energie im Stadtrat war der Energienutzungsplan Plus. Dieser sei ein Instrument, um die Energieversorgung der Zukunft mit Blick auf erneuerbare Energien, auf Speichertechnologien, E-Mobilität und die steigenden Strombedarfe, die damit einhergehen werden, systematisch zu analysieren, so der Klimaschutzmanager der Stadt Weiden, Julian Hollstegge.
Mit dem Energienutzungsplan Plus soll die regionale Energiewende gezielt vorangetrieben werden. Zudem soll damit die Versorgungssicherheit und Bezahlbarkeit der Energiekosten gewährleistet sein. Dieses Vorhaben will die Stadt Weiden zusammen mit den Landkreisen Neustadt an der Waldnaab und Tirschenreuth umsetzen, die bereits zugestimmt haben. Nun hat auch Weidens Stadtrat einstimmig zugestimmt. Im nächsten Schritt soll die Stadtverwaltung eine entsprechende Kooperationsvereinbarung mit den Landkreisen schließen.
(km)