Bald 4 Monate nach Prozessbeginn ist beim Bandenprozess in Amberg das Ende in Sicht. In der kommenden Woche könnte es die Plädoyers geben und am 23. oder 25. Juni die Urteile. So zumindest die ersten vorsichtigen Planungen des Mammutprozesses mit 5 Angeklagten.
Die 5 Angeklagten sollen als Bande mit Drogen gehandelt haben. Ihnen wird auch der Besitz von Waffen und Kriegswaffen vorgeworfen. Bei 3 Angeklagten und ihren Verteidigern hat es bereits Rechtsgespräche mit einem Deal am Ende gegeben. Beim Angeklagten Jürgen A. wurde der Strafrahmen zwischen 5 Jahren 9 Monaten und 6 Jahren 3 Monaten festgesetzt. Beim Angeklagten Nils B zwischen 7 und 7 einhalb Jahren. Bei Vladislav B wird es auf etwa 12 Jahre hinauslaufen.
Aktuelles von den verbliebenen 2 Angeklagten hat es am gestrigen Dienstag und am heutigen Mittwoch gegeben. Der Angeklagte Patrick B ließ gestern verlauten, dass er nur Helfer in der Gruppe gewesen und nie am Gewinn der Geschäfte beteiligt gewesen sei, so sein Verteidiger Shervin Ameri gegenüber OTV.
Heute zog Verteidiger Jörg Jendricke mit einer Einlassung nach. Sein Mandant Viktor C habe bei den Geschäften nie mitgewirkt. Er habe die Gruppe zwar gekannt und sei auch einmal im Auto mit dem Hauptangeklagten gesessen, aber er habe sich sein Geld mit dem Verkauf von Autos, Zigaretten und Alkohol verdienen wollen, zumal er auch eine Familie habe.
Wie die Kammer diese Einlassungen bewertet, kann noch nicht beurteilt werden. Gewissheit darüber gibt es dann, wenn die Urteile gesprochen werden.
(tb)