Mi., 29.04.2026 , 16:26 Uhr

Weiden

Landgericht Weiden: War es versuchter Mord?

Dem Angeklagten am Landgericht Weiden wirft die Staatsanwaltschaft versuchten Mord und versuchten Totschlag vor. Passiert ist die Tat im Juni vergangenen Jahres in Altendorf bei Pressath. Bei einer Jugendfreizeit von Kolping kam es laut Anklageschrift zu einem Streit zwischen dem Angeklagten und seiner Freundin. Später sei die Situation dann eskaliert. Unter Alkoholeinfluss habe der Angeklagte ein Messer gezückt und 3 Jugendliche zum Teil schwer verletzt. Ein junger Mann überlebte nur, weil eine Notoperation am Herzen durchgeführt wurde.

Die Verletzung wäre tödlich gewesen, wenn keine schnelle Hilfe gekommen wäre, so die geladene Sachverständige heute am Gericht. Es sei Blut im Blutbeutel gewesen, die Herzklappe sei undicht gewesen und zudem sei die Herzkranzschlagader nur knapp verfehlt worden.

Die Frage, die es zu klären gilt, ist die, ob es tatsächlich versuchter Mord und versuchter Totschlag war. Verteidiger Rouven Colbatz verneint dies und will auf gefährliche Körperverletzung hinaus. Von ihm gab es heute im Namen des Angeklagten eine Einlassung. Darin räumte er ein, dass er die Taten begangen habe, diese aber nicht vorsätzlich ausgeführt habe.

(tb)

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