Fr., 26.09.2025 , 12:31 Uhr

Weiden

Love & Crime: Betrug in Internetbeziehungen

Nach den Themen Chat and Crime sowie Money and Crime hat die Kriminalpolizei Weiden nun zum Pressegespräch Love and Crime eingeladen. Hierbei ging die Polizei genauer auf Betrügereien in Internetbeziehungen ein.

Love-Scamming, das ist eine perfide Betrugsmasche. Dabei bauen Betrüger online eine starke emotionale Verbindung zu ihren Opfern auf. Meist beginnt es über Facebook oder Dating-Plattformen. Schnell verlagert sich der Kontakt auf Messangerdienste wie WhatsApp. Anfangs läuft alles super. Nach einer Zeit von ungefähr drei Monaten kommen aber erste Probleme auf.

Der Online-Partner braucht dringend Geld, suggeriert aber durch gefakte Bilder und Fotos von anderen Social Media Plattformen selbst vermögend zu sein. Durch die starke emotionale Abhängigkeit überweisen die Opfer die anfangs eher geringen Summen. Mit der Zeit können die Täter dann mehr fordern.

Warnzeichen, dass man sich in solch einer Betrugsmasche befindet, sind zum Beispiel ein unmögliches Treffen. Der Partner behauptet irgendwo weit weg im Ausland zu sein. Hinzu kommt, dass die Person schwer telefonisch erreichbar ist und Videoanrufe ablehnt.

Hier rät die Kriminalpolizei dazu, die Situation zu hinterfragen, kein Geld zu überweisen und das Onlineprofil der anderen Person zu checken. Meist operieren die Täter in organisierten Gruppen, um mit mehreren Menschen chatten, alles koordinieren und die Finanzströme regeln zu können. An die Täter kommt die Kriminalpolizei allerdings nicht so leicht heran, da die organisierten Gruppen meist in Afrika oder Osteuropa sitzen und die Polizei daher auf Rechtshilfeersuchen angewiesen ist.

Bei Ländern wie Nigeria gehe die Chance dafür fast gegen Null. Und auch die Verzögerungen bis zu den Anzeigen der Opfer seien ein Problem, da die Täter in dieser Zeit ihre Spuren verwischen könnten, so der Leiter der Kriminalpolizei in Weiden, Andreas Schieder.

Daher sei es wichtig, jeden Betrugsversuch oder den Verdacht zur Anzeige zu bringen, um die Tat zu beenden, Spuren zu sichern, Spuren zu verdichten, aber auch um Präventionshinweise für die nächsten potentiellen Opfer zu generieren, so Schieder weiter. Wer sich nun unsicher ist, ob er sich in solch einer Betrugsmasche befindet, kann sich von der Kriminalpolizei in Weiden beraten lassen.

(km)

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