Vor drei Jahren ist das Kirwabrauchtum im Amberg-Sulzbacher Land zum immateriellen Kulturerbe erhoben worden – aus gutem Grund. Über 100 Kirchweihfeste werden von April bis November im Landkreis Amberg-Sulzbach und der Stadt Amberg jährlich gefeiert. Die Geschichte und Bedeutung der Kirwa soll jetzt auch langfristig bewahrt werden und das ganze Jahr über erlebbar werden.
Eine Machbarkeitsstudie hat untersucht ob das in einem Kirwamuseum umsetzbar ist. Jetzt ist das Ergebnis vorgestellt worden. Die museumsfachliche Studie empfiehlt die Einrichtung eines solchen Museums. Als Standort käme das ehemalige Hofmarkenschloss in der Ortsmitte von Ammerthal in Frage, für das ohnehin eine Sanierung geplant ist
Nach Ansicht von Dr. Jochen Ramming, von der Agentur FranKonzept, die die studie erstellt hat, gebe es genügend Material und Nachfrage, um ein solches Museum umzusetzen.
Regina Wolfohr – Touristikerin am Landratsamt – ist die treibende Kraft hinter der Bewerbung zum immateriellen Kulturerbe und jetzt auch der Museumsidee. Sie hat bereits konkrete Ideen wie ein Museum für ein immaterielles Kulturerbe aussehen könnte…
Viel Zuspruch bei der Präsentation der Studie von den Kirwafans. Kritische Stimmen, gab es vor allem von Seiten der Politik zum Thema Finanzierung. Rund 1,8 Millionen Euro würde die Investition kosten. Hinzu kämen Betriebskosten in Höhe von rund 440.000 Euro.
Bis ein Kirwamuseum Wirklichkeit wird ist es also noch ein langer Weg. Jetzt müssen finanziell und politisch die Voraussetzungen dafür geschaffen werden, ein Zweckverband gegründet und bauliche und finanzielle Vorgaben erfüllt werden.
Sollte alles wie geplant klappen, könnte das Kirwamuseum 2031 eröffnet werden.
(db)