Die Zahl der Unfälle unter Drogeneinfluss ist im Jahr 2025 deutlich gestiegen. Das geht aus der aktuellen Unfallstatistik der Polizei hervor. Dabei wurden mehr Menschen verletzt als im Vorjahr, und drei Menschen ums Leben. Im Jahr 2024 hatte es bei Drogenunfällen gar keine Todesfälle gegeben.
Welche Rolle Cannabis bei solchen Unfällen spielt, das hält die Polizei seit der Teillegalisierung im April 2024 gesondert fest. Die kurze Zeit, die seitdem vergangen ist, lässt noch keine endgültigen Schlüsse zu – doch den Anstieg bei den Drogenunfallzahlen führt die Polizei zumindest teilweise auf Cannabis zurück. Im zweiten Halbjahr 2025 war Cannabis beispielsweise bei zwei Drittel aller Drogenfahrten im Spiel. Und sie weist ausdrücklich darauf hin: Im Straßenverkehr sei die Droge auch nach der Teillegalisierung gefährlich.
3,5 Nanogramm
Für Autofahrer gilt ein gesetzlicher Grenzwert von 3,5 Nanogramm THC pro Milliliter Blutserum. Wer diesen Wert überschreitet und am Straßenverkehr teilnimmt, riskiert bereits beim ersten Verstoß eine Strafe von 500 Euro, zwei Punkte in Flensburg und einen Monat Fahrverbot. Experten empfehlen deshalb, nach dem Konsum von Cannabis mindestens 24 Stunden lang nicht Auto zu fahren, um auf der sicheren Seite zu sein.
Alkohol weiterhin deutlich größeres Problem
Trotz der steigenden Zahlen bei Drogenunfällen zeigt ein Vergleich mit Alkohol ein klares Bild. Betrunkene Autofahrer verursachen weiterhin deutlich mehr Unfälle. Im vergangenen Jahr registrierte die Polizei fast fünfmal so viele Alkoholunfälle wie Unfälle unter Drogeneinfluss. Cannabis im Straßenverkehr bleibt damit zwar ein Problem – es ist jedoch nur ein Teil eines größeren Themas rund um Rauschmittel am Steuer.
(sb)