Im Jahr 2024 ereignete sich (statistisch gesehen) am Kreisverkehr „Nabburger Tor“ einmal pro Woche ein Verkehrsunfall. Der stark frequentierte Verkehrsknotenpunkt wird als Unfallschwerpunkt eingestuft. Aufgrund zahlreicher Fahrbahnschäden plant die Straßenbauverwaltung eine Sanierung der B85. Dabei bietet sich für die Stadt Amberg die Chance, den Kreisverkehr neu zu gestalten und so die Verkehrssicherheit für alle Nutzer zu verbessern.Täglich passieren rund 37.000 Fahrzeuge den Kreisel. Zusätzlich nutzen etwa 4.100 Fußgänger und 1.600 Radfahrer die Verkehrsfläche. (Quelle: Staatliches Straßenbauamt)
Die Planungskosten sollten zu 25 % von der Stadt und zu 75 % vom Bauamt getragen werden. Bereits in der jüngsten Stadtratssitzung zeigte sich vor der Abstimmung eine gewisse Uneinigkeit. Die Frage die sich viele Stellten: Wollen sie überhaupt an Lösungen direkt am Kreisverkehr arbeiten? Dr. Matthias Schöberl (CSU) betonte, er wolle lieber versuchen Fahrradfahrer eine Möglichkeit zu bieten den Kreisel vermeiden zu können. Birgit Fruth (SPD) plädierte auf Achtsamkeit und ein gutes Miteinander im Verkehr.
Ein besonderer Diskussionspunkt war die zweispurige Aus- und Einfahrt Richtung Kurfürstenring. Hans-Jürgen Bumes (Bündnis90/Die Grünen) betonte im Interview, sich vorstellen zu können, auf eine einspurige Lösung umzusteigen, um mehr Übersicht und Sicherheit zu schaffen. Auch eine Tempodrosselung wäre seiner Ansicht nach sinnvoll.
Die Entscheidung über eine Planungsvereinbarung mit dem Bauamt fiel denkbar knapp aus: 18 Stimmen dafür, 19 dagegen – damit ist das Projekt zunächst gestoppt.
Laut Baudirektor Stefan Noll vom Staatlichen Bauamt Amberg-Sulzbach bleibt der Kreisverkehr baulich vorerst unverändert.
(ls)