Do., 22.01.2026 , 14:03 Uhr

Neunburg vorm Wald

Nach 50 Jahren im Amt: Michael Steidl folgt Theo Männer als Kreisheimatpfleger

Wechsel in der Heimatpflege des Altlandkreises Neunburg vorm Wald: Nach mehr als fünf Jahrzehnten gibt Theo Männer das Amt des Kreisheimatpflegers ab. Mit Michael Steidl übernimmt ein erfahrener Architekt, der Denkmalschutz und Baukultur verbinden will.

Ein halbes Jahrhundert lang war Theo Männer prägende Figur der Heimatpflege im Altlandkreis Neunburg vorm Wald. Seit 1972 hatte er das Ehrenamt des Kreisheimatpflegers inne, nun ist offiziell Schluss. Landrat Thomas Ebeling verabschiedete Männer und würdigte dessen langjähriges Engagement für Denkmalschutz, Baukultur und regionale Geschichte. Männer habe den Denkmalschutz stets konsequent vertreten, dabei aber immer den Dialog gesucht und Kompromisse ermöglicht, so Ebeling.

Theo Männer vereinte mehrere Funktionen in einer Person: Er war Ortsheimatpfleger, Museumsleiter des Schwarzachtaler Heimatmuseums und Kreisheimatpfleger. Zu seinen bekanntesten Projekten zählen der Umbau der Dauerausstellung im Museum sowie die Wiedereinführung der Burgfestspiele zum Hussenkrieg. Die Kernaufgabe des Kreisheimatpflegers liegt jedoch in der Beratung bei Bauvorhaben und der fachlichen Stellungnahme zu denkmalpflegerischen Fragen.

Die Suche nach einem Nachfolger gestaltete sich schwierig. Wie vielerorts blieb auch in Neunburg vorm Wald eine Bewerbung zunächst aus. Schließlich ging die Stadt aktiv auf Michael Steidl zu und schlug ihn dem Landkreis vor. Bürgermeister Martin Birner betonte die Bedeutung des Amtes für die Kommunen, insbesondere als vermittelnde Instanz zwischen Denkmalschutz und moderner Stadtentwicklung.

Mit Michael Steidl übernimmt ein Fachmann, der seit über 40 Jahren ein Architekturbüro in Neunburg vorm Wald betreibt. Erfahrung mit Bauen im Bestand und Denkmalschutz bringt er damit reichlich mit. Neben baulichen Fragen sieht Steidl seinen Schwerpunkt auch in der Wissensvermittlung und der frühzeitigen Einbindung der Bevölkerung. Ein Ansatz, den auch sein Vorgänger empfiehlt. Offen zu informieren und die Menschen mitzunehmen, sei ein wesentlicher Schlüssel für erfolgreiche Heimatpflege, sagt Theo Männer – eine Strategie, die ihn über fünf Jahrzehnte getragen hat.

(pg)

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