Nach fast zwei Jahrzehnten Diskussionen über Sanierung oder Neubau der Weidener Realschulen wurde gestern der erste Spatenstich für den Neubau gemacht. Ende 2025 fiel die endgültige Entscheidung zugunsten eines Neubaus. Für die Schulleiterin der Sophie-Scholl-Realschule, Susanne Genser, ist dies ein bedeutender Meilenstein. Sie ist seit 2006 in der Schulleitung und hat seither auf den Neubau gehofft.
Größtes Bauprojekt des Jahrzehnts
Der Neubau der Mädchen- und Knabenrealschulen kostet insgesamt 75 Millionen Euro und wird vom Freistaat Bayern gefördert. Damit handelt es sich um das größte Bauprojekt der Stadt Weiden in diesem Jahrzehnt. Die Finanzierung wurde unter anderem durch eine Erhöhung der Gewerbesteuer ermöglicht.
Ambitionierter Zeitplan bis 2029
Mit dem Spatenstich beginnt nun die Umsetzung des Projekts. Bereits in einem Jahr soll die Sophie-Scholl-Realschule in ihr neues Gebäude umziehen. Anschließend startet der Neubau für die Hans-Scholl-Realschule. Deren Umzug ist für 2029 geplant. Oberbürgermeister Benjamin Zeitler dankte in seiner Rede auch seinen Vorgängern im Oberbürgermeisteramt und sprach von einer guten Zusammenarbeit. Unter den anwesenden SPD-Stadträten löste das ein kleines Raunen aus. Schon unter Kurt Seggewiß war der Neubau angestrebt, was damals zu keinem Ergebnis führte. Er beschreibt den Weg mit „viele Nackenschläge und Graue Haare“. Weiter sagt er: „Ich habe damals auch schon genau das vorgeschlagen, einen Neubau. Jetzt ist er endlich da.“
Moderne Schule für kommende Generationen
Die Schulleitung sieht große Vorteile für die Schüler durch den Neubau. Beispielsweise sollen durch die offene Gestaltung des Gebäudes auch neue Lernformen möglich sein. Die Verantwortlichen zeigen sich zuversichtlich, den engen Zeitplan einhalten zu können. Zudem kündigte Oberbürgermeister Zeitler an, den Baufortschritt medial zu begleiten.
(kw)