Wie jetzt bekannt wurde, legt die Regensburger Staatsanwaltschaft dem Landrat von Tirschenreuth vorsätzliche Insolvenzverschleppung in zwei Fällen, dazu vorsätzliche Verletzung der Buchführungspflicht in vier Fällen, vorsätzlichen Bankrott sowie Vorenthalten von Arbeitsentgelt in 31 Fällen zur Last. Das bestätigte das Amtsgericht auf OTV Nachfrage.
Kurz nach der Kommunalwahl waren nur die Ermittlungen zu einem Fall von Insolvenzverschleppung bekannt. Bei uns im OTV-Studio zeigte sich Schicker noch sicher, dass damit alle Punkte offen liegen würden. Das habe zu diesem Zeitpunkt auch gestimmt, so Schicker heute. Er habe damals selbst nicht mehr gewusst und sei sehr überrascht gewesen, als er in den vergangenen Tagen von den weiteren Vorwürfen erfahren habe.
Zu den Vorwürfen direkt wollte sich Schicker nicht äußern, er vertraue ganz in die Justiz. Auf sein Mandat als Landrat hat das Ermittlungsverfahren keinen Einfluss.
Auch in diesem Fall gilt natürlich weiterhin vollumfänglich die Unschuldsvermutung. Bislang ist die Anklage auch noch nicht zugelassen worden. Mit einer Entscheidung diesbezüglich rechnet das Amtsgericht innerhalb der nächsten acht Wochen.
(pg)