Die Steuererklärung ist für viele ein leidiges Thema, das oft nur stiefmütterlich behandelt wird. Dabei kann sich eine freiwillige Steuererklärung richtig lohnen! Laut Zahlen des Statistischen Bundesamtes liegt die durchschnittliche Rückerstattung bei einer freiwilligen Steuererklärung bei rund 1.100€! Wer sich aus Angst vor Fehlern nicht an die Steuererklärung traut, für den hat unser Steuerexperte eine klare Botschaft. „Der größte Fehler, den ich bei der Steuererklärung machen kann, ist keine zu machen!“, erklärt Thomas Rumpler. „Das Geld liegt quasi auf der Straße und mit der Steuererklärung kann ich mir viel Geld vom Finanzamt zurückholen.“ Auch Angst vor einer Nachzahlung müsse man nicht haben. Das sei bei einer freiwilligen Steuererklärung nur in sehr speziellen und sehr seltenen Fällen möglich.
Die tatsächliche Höhe der Rückerstattung hängt dann natürlich von vielen individuellen Faktoren ab. Werbungskosten zum Beispiel. Darunter fallen Dinge wie die Home-Office oder Pendler-Pauschale. Oder auch die Sonderausgaben, wie zum Beispiel Spenden. Auch haushaltsnahe Dienstleistungen können von der Steuer abgesetzt werden. „Natürlich ist es schwierig für einen Laien komplett den Überblick zu behalten, weil es so viele Möglichkeiten gibt, was man alles steuerlich gelten machen kann“, erklärt Steuerberater Thomas Rumpler. „Deswegen ist es wichtig, dass man sich vorher mit der Materie befasst und vielleicht mit jemandem spricht, der sich auskennt. Und wenn man gar nicht zurecht kommt, dann kann man immer noch zum Steuerberater gehen, weil der kennt sich sicher aus.“
Inzwischen gibt es auch viele online Tools und Programme, die bei der Steuererklärung helfen. Meistens leiten diese Programme Schritt für Schritt durch die Steuerklärung und können so auch eine große Hilfe sein. Zeitdruck gibt es bei der Steuererklärung auch keinen. Bei einer freiwilligen Abgabe kann die Steuererklärung bis zu vier Jahre rückwirkend eingereicht werden.
(ac)