Di., 14.04.2026 , 17:29 Uhr

Weiden

Paukenschlag mit Festnahme am Landgericht Weiden

Der angeklagte Mann, der eine Urkunde gefälscht haben soll, um damit an das Erbe seiner ehemaligen Lebensgefährtin zu kommen, ist im Gerichtssaal festgenommen worden. Er soll kurz vor Prozessbeginn Zeugen beeinflusst haben, so Staatsanwalt Matthias Bauer während der Verhandlung. Er stellte dann auch Haftantrag, weil er zudem Verdunkelungsgefahr beim Angeklagten sah. Dem Haftantrag wurde stattgegeben. Vorsitzender Richter Markus Fillinger überbrachte dem Angeklagten und seinem Verteidiger die Nachricht, dass das Gericht dem Antrag der Staatsanwaltschaft nachgekommen sei.

Der Angeklagte soll, so der Vorwurf laut Anklageschrift, ein Testament selbst verfasst haben, in dem geschrieben steht, dass er der alleinige Erbe seiner verstorbenen Freundin ist. Das Testament war in Druckbuchstaben geschrieben. Die Erklärung des Angeklagten: Aufgrund ihrer schweren Erkrankung habe seine Freundin, die vor 6 Jahren Selbstmord beging, nicht mehr richtig schreiben können. Deshalb habe sie leserlich in Druckbuchstaben geschrieben.

Er selbst bezeichnet sich als unschuldig. Er sehe nicht ein, für etwas bestraft zu werden, was er nicht getan habe. Mit dem Verfassen des Testaments habe er nichts zu tun. Beim Prozess am Landgericht Weiden sind noch 2 weitere Verhandlungstage angesetzt.

(tb)

Erbe Festnahme im Gerichtssaal Florian Bauer Justiz Kriminalität Landgericht Weiden Oberpfalz Oberpfalz TV OTV prozess Urkundenfälschung

Das könnte Dich auch interessieren

23.06.2026 00:48 Min Testamentenfälschung: Prozess endet mit einer Überraschung Am Landgericht Weiden ist am frühen Montagabend der Prozess gegen einen mutmaßlichen Testamentenfälscher zu Ende gegangen. Der Prozess endete anders als erwartet: Er wurde nämlich ausgesetzt. Das bedeutet, dass der komplette Prozess zu einem späteren Zeitpunkt neu aufgerollt werden muss. Nach der Verlesung des 45. Beweisantrags des Wahlverteidigers Adam Zurawel stellte Pflichtverteidiger Dominic Kriegel einen 09.06.2026 02:40 Min Mutmaßliche Testamentenfälschung: Verteidiger stellt Befangenheitsantrag Es seien alle Zeugen befragt worden, weshalb beim Angeklagten keine Verdunkelungsgefahr mehr bestehe, so Verteidiger Adam Zurawel. Verdunkelungsgefahr besteht beispielsweise dann, wenn der Beschuldigte Einfluss auf Zeugen nimmt. Die Kammer des Landgerichts Weiden sah dies im April gegeben, sodass sofort ein Haftbefehl erwirkt worden war. Zurawel ist der Ansicht, dass sein Mandant jetzt aber sofort 22.05.2026 02:46 Min Mutmaßliche Testamentenfälschung: Freunde des Angeklagten sagten aus Dem widersprachen allerdings die Aussagen des ehemaligen Amtsgerichtsdirektors von Weiden Rainer Lehner. Da die verstorbene Lebenspartnerin des Angeklagten in der psychiatrischen Klinik in Behandlung war, ging es bei seiner Befragung auch um die Bestellung eines Betreuers der Frau. Diese habe eine Betreuung durch ihren Lebenspartner gegenüber einen Wöllershofer Arzt abgelehnt, so die Aussage Lehners. Das 07.05.2026 02:42 Min Mutmaßliche Testamentsfälschung: Neuer Verteidiger mit vielen Anträgen Am heutigen 3. Verhandlungstag ist ein neuer Verteidiger des Angeklagten vor dem Landgericht Weiden erschienen. Der Angeklagte hatte nämlich Adam Zurawel als Wahlverteidiger bestimmt. Pflichtverteidiger Dominic Kriegel wollte daraufhin von seinen Pflichten entbunden werden, was ihm aber nicht gewährt wurde. Wahlverteidiger Zurawel hatte daraufhin 16 Anträge angekündigt, weil er seinen Mandanten für unschuldig hält. Ferner