Ulrich Sigmund aus Schlammersdorf sammelt Bierdeckel rund um den Globus – von Ägypten bis Zypern. Ob aus kleinen Dorfbrauereien oder bekannten Bierländern: Jeder Bierdeckel erzählt für ihn seine eigene Geschichte.
Aus einer Idee wurde eine riesige Sammlung
Was einst eher zufällig begann, entwickelte sich über die Jahre zu einer Leidenschaft. Wie Sigmund erzählt, fing er einfach irgendwann mit dem Sammeln an – und mit der Zeit wurden es immer mehr Bierdeckel. In den vergangenen zehn Jahren ist seine Sammlung auf mehrere Tausend Exemplare angewachsen. Um den Überblick zu behalten, sortiert er alle Bierdeckel sorgfältig in Ordnern. Viele hat er selbst gesammelt, zahlreiche weitere stammen von Freunden und Verwandten, die ihm von ihren Reisen Bierdeckel mitbringen. Vollständig ist die Sammlung dennoch nicht: Einige Länder fehlen ihm noch.
Gut vernetzte Sammlerszene
Einen besonderen Grund für sein außergewöhnliches Hobby gibt es nicht – angefangen habe alles eher aus Spaß, berichtet der Rentner. Wie viele Menschen in Deutschland Bierdeckel sammeln, ist zwar nicht bekannt. Die Sammlerszene ist jedoch gut organisiert: Die größte Sammlervereinigung zählt weltweit mehr als 1.600 Mitglieder. Hinzu kommen viele private Sammler, die sich regelmäßig auf Tauschtagen treffen. Dort wechseln Bierdeckel aus dem In- und Ausland den Besitzer und seltene Exemplare finden ihren Weg in neue Sammlungen.
Die Suche geht weiter
Auch Ulrich Sigmund besucht regelmäßig solche Tauschtreffen. Dort tauscht er Bierdeckel mit Sammlern aus verschiedenen Ländern – zuletzt etwa mit einem Niederländer. Wohin ihn sein außergewöhnliches Hobby noch führen wird, weiß er selbst nicht. Fest steht für ihn aber: Solange ihm das Sammeln Freude bereitet, wird er weitermachen und sein persönliches Bierdeckel-Alphabet Stück für Stück erweitern.
(kw)