Seit 1958 hat es in Hirschau nur CSU-Bürgermeister gegeben. Das könnte sich bei der Stichwahl an diesem Sonntag vielleicht ändern. Und: gleichzeitig könnte auch die erste Bürgermeisterin der Stadtgeschichte ins Rathaus einziehen. Denn vor gut einer Woche holte Beate Dietrich von der SPD die meisten Stimmen. Sie und ihren Gegenkandidaten von der CSU stellen wir Ihnen hier vor.
Schulen, Kitas und Monte Kaolino
Beate Dietrich von der SPD bekam am ersten Wahlsonntag 44,1 Prozent. Die 52-Jährige arbeitet als Finanzbeamtin und hat zwei erwachsene Kinder. Sie will Bürgermeisterin werden, weil „ich es gerne mache und Hirschau etwas zurückgeben möchte.“, so Dietrich.
Dietrich möchte als Bürgermeisterin für eine Zitat „ruhigere“ Zusammenarbeit im Stadtrat sorgen. Ihre wichtigsten Anliegen sind, dass es in Hirschau ein offenes Rathaus für die Bürger gebe, dass die Schulen und Kindergärten vorangebracht werden und dass der Fremdenverkehr am Monte Kaolino noch weiter gestärkt werde.
40,8 Prozent für CSU-Kandidat
Ihr Gegenkandidat ist Martin Merkl von der CSU. Er bekam 40,8 Prozent der Stimmen. Merkl ist 48 Jahre alt, hat zwei Töchter und arbeitet als Einkäufer bei Conrad Electronic. Warum er der richtige für das Amt ist? „Ich konnte 25 Jahre Erfahrungen in der freien Wirtschaft sammeln. Verhandlungsstärke, zielorientiertes und priorisiertes Handeln gehören zu meinem Tagesgeschäft.“, argumentiert Merkl. Er habe sechs Jahre Erfahrung als Stadtrat und könne nun als frischgewählter Kreisrat auch auf Kreisebene die Interessen Hirschaus vertreten.
Außerdem verfüge Merkl über ein gutes Netzwerk in der Politik und der Wirtschaft. Sein inhaltlicher Schwerpunkt „Die Sanierung der Schule und die Planung des Antonius-Kindergartens müssen dringend vorangetrieben werden.“
Amtsinhaber tritt nicht mehr an
Rund 4.750 Hirschauer sind am Sonntag aufgerufen ihr Kreuzchen zu machen – und darüber zu entscheiden, wer bald ins Rathaus einziehen wird. Amtsinhaber Hermann Falk von der CSU ist nicht mehr angetreten.
(az)