Di., 23.06.2026 , 14:55 Uhr

Amberg

Stadtrat diskutiert ausführlich über die 1000-Jahrfeier

Zweite Stadtratssitzung unter Ambergs neuem Oberbürgermeister Michael Fritz. Zentrale Themen: Finanzielle Nöte, die 1000-Jahrfeier und die Frage, ob es dieses Mal gesitteter ablaufen würde...

Nach den Diskussionen und Debatten über Bürgermeister- und Ausschussposten im Mai, zeigten die Stadträte in Amberg gestern ein geschlossenes Bild: Kommunen am Limit, ein bundesweiter Aktionstag, der zeigen soll: Das Geld ist klamm in den kommunalen Kassen. An verschiedenen Orten in Amberg waren entsprechende Hinweise sichtbar.

Die Stadträte unterstützten geschlossen die Initiative. Denn auch Amberg fehlt Geld. 2025 habe sich der Schuldenstand verdoppelt, so Kämmerer Jens Wein. Das Klinikum – darüber hat Klinikum-Vorstand Manfred Wendl in der Stadtratssitzung ausführlich gesprochen – wird in den kommenden Jahren durch Reformgesetze des Bundes noch mehr Miese schreiben. Zulasten der kommunalen Kassen Ambergs. Und das könnten bald auch Bürger spüren. Freiwillige Leistungen könnten eingeschränkt werden.

1884 schon mal Katholikentag in Amberg

Die Finanznot schweißt die Stadträte offenbar wieder zusammen. Zumindest waren viele Entscheidungen – auch nochmal zu Postenbesetzungen – einstimmig.

Viele Diskussionen dagegen bei einem Punkt: die 1000-Jahrfeier. Hintergrund ist ein Antrag von SPD-Stadtrat Uli Hübner. Die Stadt Amberg solle Sondierungsgespräche bezüglich einer katholischen Großveranstaltung führen – etwa dem Katholikentag. Denn 2034 wird Amberg nicht nur 1000 Jahre alt, sondern 2034 ist auch 150 Jahre nach dem Katholikentag 1884 in Amberg.

Landesgartenschau wäre nachhaltig

Der Stadtrat stimmte mehrheitlich für den Antrag. Die sechs Gegenstimmen kamen unter anderem von den Freien Wählern.

Es geht auch ums Geld. Rund vier Millionen Euro – so eine unverbindliche Schätzung – könnte das kosten. Für Hübner eine Investition, die sich lohnt. Die CSU stimmte geschlossen für den SPD-Antrag, präferiert aber nach wie vor eine Bewerbung für die Landesgartenschau. Dies hätte auch eine nachhaltige Wirkungen wie schon nach der ersten Landesgartenschau in Amberg 1996, so Fraktionsvorsitzender Christian Schafbauer.

Wenn der Protesttag zur finanziellen Notlage der Kommunen Erfolg hat, ist für die 1000-Jahrfeier ja vielleicht auch ein größeres Budget da…

(mz)

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