Am Landgericht Weiden ist am frühen Montagabend der Prozess gegen einen mutmaßlichen Testamentenfälscher zu Ende gegangen.
Der Prozess endete anders als erwartet: Er wurde nämlich ausgesetzt. Das bedeutet, dass der komplette Prozess zu einem späteren Zeitpunkt neu aufgerollt werden muss. Nach der Verlesung des 45. Beweisantrags des Wahlverteidigers Adam Zurawel stellte Pflichtverteidiger Dominic Kriegel einen Antrag, der Erfolg hatte und angenommen wurde. Er forderte, dass der Angeklagte psychiatrisch untersucht werden solle. Sollte sich in dem Gutachten herausstellen, dass der Angeklagte unter seelischen Störungen leidet, dann wäre er schuldunfähig. Vorsitzender Richter Markus Fillinger kündigte an, den Nürnberger Psychiater Dr. Thomas Lippert mit dem Gutachten zu beauftragen.
Der Angeklagte bleibt weiter in Haft. Wann der Prozess erneut beginnt, steht noch nicht fest.
(tb)