Di., 10.02.2026 , 11:45 Uhr

Amberg

Traumjob to go: Wie eine Bustour Hemmschwellen abbaut und Türen öffnet

Ein Bus voller Neugier, über 400 Jugendliche und 23 Unternehmen: Die Bustour „Nächste Haltestelle: Traumjob!“ bringt Schülerinnen und Schüler direkt dorthin, wo ihre Zukunft beginnen könnte – mitten in den Arbeitsalltag regionaler Betriebe. Beim Halt bei der Firma Herding in Amberg durften auch wir mit der Kamera dabei sein. In der Firma durften die Jugendlichen sogar nicht nur zuschauen, sondern selbst mit anpacken.

Der nächste Bus voller Zukunftspläne rollt heran. Die Schülerinnen und Schüler aus Schnaittenbach steigen aus – heute dürfen sie bei der Firma Herding einen Blick hinter die Kulissen werfen. Die Bustour „Nächste Haltestelle: Traumjob!“ der Wirtschaftsförderung Amberg bringt in ihrer vierten Auflage über 400 Jugendliche zu 23 Unternehmen in Stadt und Landkreis. Dort erleben sie hautnah, wie Ausbildung und Arbeitsalltag wirklich aussehen – nicht im Klassenzimmer, sondern mitten im Betrieb.

Für Joline Benkner ist Schülerin: Sie findet es spannend, in viele Berufe hineinzuschnuppern und dabei etwas Neues lernen zu können. Seit dem Pilotprojekt 2023 mit 160 Teilnehmenden ist die Tour stark gewachsen, inzwischen sind es fast 500 Jugendliche. Das Ziel bleibt dasselbe: Junge Menschen und Betriebe unkompliziert zusammenzubringen – weniger Theorie, mehr echtes Erleben. Die Filtertechnikfirma Herding hat dafür extra verschiedene Mitmach-Stationen aufgebaut, wie Konstruktionstechniker Fabio Engel erklärt.
Der Besuch soll Hemmschwellen abbauen, denn wer schon einmal vor Ort war, traut sich eher, sich für ein Praktikum zu bewerben. Engel erzählt, dass auch er selbst über ein Praktikum zu seinem heutigen Job gefunden hat. Neu in diesem Jahr ist zudem die Möglichkeit, sich direkt nach der Tour per QR-Code für ein Praktikum anzumelden, wie Alexander Seitz von der Wirtschaftsförderung berichtet. Die erste Bustour war nur für Technikklassen der Mittelschulen zu Technikberufen. Mittlerweile sind auch Wirtschaftsschulen mit im Boot(Bus).

Nach zwei Stunden bei Herding ziehen wir bei Joline ein Fazit: Ob der Technikerberuf etwas für sie wäre? Für sie eher nicht, sagt sie offen – handwerklich fühle sie sich nicht besonders begabt. Doch auch diese Erkenntnis ist wertvoll, betont Seitz. Denn zu wissen, was man nicht möchte, bringt einen dem eigenen Traumjob genauso näher.
Und so wird auch im kommenden Jahr wieder ein Bus voller Neugier durch die Region fahren. Vielleicht ist dann für den ein oder anderen tatsächlich die Haltestelle zum persönlichen Traumjob dabei.

(ls)

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