Das Landgericht Nürnberg-Fürth hat heute einen 44-jährigen Syrer zu lebenslanger Haft verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Angeklagte seinen Cousin mit einem gezielten Stich ins Herz ermordet hat. Zu der Tat kam es im März 2025 auf einem kurdischen Frühlingsfest in Parsberg im Landkreis Neumarkt.
Das Gericht hat die besondere Schwere der Schuld festgestellt. Damit wird eine Haftentlassung nach der Mindesthaftzeit von 15 Jahren erschwert. Das Gericht wertete die Tat als heimtückischen Mord, da sich der Angeklagte von hinten näherte, um seinen Cousin zu töten. Das Gericht sah auch das Mordmerkmal der niederen Beweggründe gegeben.
Der Angeklagte wollte durch den Mord an seinem Cousin die Familienehre wiederherstellen und den Tod seiner Schwester rächen. Nach Ansicht des Angeklagten ermordete der Cousin seine Schwester vor 20 Jahren in Syrien mit mehreren Messerstichen.
(lb / Kamera: Vifogra / Franken Fernsehen)