Mi., 22.07.2026 , 16:42 Uhr

Weiden

Viele schwer verletzte Kuscheltiere in der Teddybärenklinik

Neues Projekt an der OTH in Weiden: Eine Teddybärenklinik sollte einerseits Kindern Angst vor Arztbesuchen und Operationen nehmen. Und andererseits für Studiengänge werben.

Hase Judie hat sich, so erzählt es Besitzerin Ella, schwer am Ohr verletzt. Viele Kuscheltiere der Klasse 1/2a der Clausnitzer-Schule in Weiden haben solche Wehwehchen. Gut, dass die OTH in Weiden heute eine Klinik nur für Kuscheltiere eingerichtet hat – die sogenannte Teddybärenklinik.

Zuerst muss natürlich erstmal eine Diagnose erstellt werden. Und dann geht es weiter: Manche Tiere brauchen einen Ultraschall. Hier hat ein Tier nämlich Bauchschmerzen, weil es einen Legostein verschluckt hat. Andere müssen gerönt werden – Diagnose bei diesem Affen: ein Knochenbruch.

Drei Ziele der Teddybärenklinik

Tja, und Hase Judie muss sogar in den OP. Ella begleitet ihren Hasen, muss dafür Hände ordentlich desinfizieren und Schutzkleidung anlegen. Im Operationssaal muss alles steril sein. Zwar ist Judie normalerweise gewiss kein Angsthase, aber jetzt, so kurz vor der OP, ist es dem Hasen dann doch etwas mulmig.

Den Kindern Angst vor dem Krankenhaus und Operationen zu nehmen, ist  eines der Ziele des Aktionstages der Teddybärenklinik. Doch es geht noch um viel mehr. Der Studiengang Physician Assistent an der OTH Weiden soll bekannter werden – weil der Beruf im Gesundheitswesen immer mehr an Bedeutung gewinnt.

Fast 50 Studenten beginnen das Studium jedes Jahr. 22 von ihnen sind heute – obwohl sie eigentlich schon Ferien haben – freiwillig dabei. Denn, und das ist das dritte Ziel der Teddybärenkllinik: Studenten erlernen an diesem Tag auch den Umgang mit Kindern.

Urkunde und Belohnung für Tapferkeit

Lucy zum Beispiel muss jetzt Judie verbinden. Zunächst muss sich Ella aber eine Verbandsfarbe aussuchen. Die Wahl fällt auf pink.

Ein netter Nebenaspekt der Teddybärenklinik beschreibt die Lehrerin Josefine Kick. Die Kinder werden unglaublich kreativ beim Ausdenken der Krankengeschichten ihrer Kuscheltiere.

Egal welche Verletzung und Behandlung: Am Ende gab es natürlich auch einen Tapferkeitspreis – und eine Urkunde. Und die gute Nachricht: Judie geht es wieder gut, muss jetzt aber sechs Wochen lang einen Gips tragen.

Dann hoffen wir mal, dass sich alle Kuscheltiere in den kommenden Wochen erholen können.

(mz)

Andreas Kühnl Josefine Kick Julia Heigl Kuscheltiere Oberpfalz Oberpfalz TV OTH OTV Teddybärenklinik weiden

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