Seit fast drei Jahrzehnten sind die Volksmusikgruppe Guadn Freind ein eingespieltes Team. Auch wenn sich die Besetzung im Laufe der Jahre immer wieder verändert hat, gehören die Musiker längst zum festen Inventar des Maria-Seltmann-Hauses. Das Haus, einst von der inzwischen verstorbenen Maria Seltmann als Seniorentreffpunkt ins Leben gerufen, bietet Jahr für Jahr ein buntes Programm: Filzen, Töpfern, Sportkurse – und natürlich Musik. Beim Jubiläumsbrunch blickten alle gemeinsam auf die vielen Jahre Seniorentreff zurück. Eine, die von Anfang an dabei ist, ist Sabine, Kursleiterin der ersten Stunde. Mit einem Augenzwinkern packte sie beim Brunch einige lustige Geschichten aus den vergangenen 30 Jahren aus, zum Beispiel die einer Tagesfahrt als sich ein Senior einen Zahn ausbiss, und sagte, das Maria-Seltmann-Haus sei längst ihr „dahoam“.
Hausleiterin Susanne Meichner betonte bei der Feier, dass Senioren keineswegs nur daheim sitzen wollen. Das zeigt sich auch an der Nachfrage: Viele Kurse sind sofort ausgebucht, Wartelisten gehören zum Alltag. Die Kurse sind keineswegs das, was viele denken könnten – nur ein bisschen Gymnastik, Stricken und Ratschen? Fehlanzeige. Einer der beliebtesten Kurse ist die Musik. Cornelia Gurdan gehört zu den alten Hasen des Hauses; sie hatte die Volksmusikgruppe ein Jahr nach Start des Maria-Seltmann-Hauses ins Leben gerufen. Mittlerweile hat sich dank ihres Engagements eine richtige Musikszene entwickelt.
Zithergruppe, Gitarrengruppe, Hackbrettgruppe – viele Kurse sind geblieben, haben sich weiterentwickelt und sind damit fester Teil des Alltags vieler Senioren geworden. Der Chef des Hauses hat übrigens noch einen Traum: eine Senioren-Rockband. Ob sie vielleicht schon beim nächsten Jubiläum auf der Bühne steht, liegt ganz bei den Weidener Senioren. Der Grundstein dafür wurde jedenfalls schon vor 30 Jahren gelegt.
(ls)