Ob es exakt 50 Jahre sind, lässt sich nicht mit letzter Sicherheit sagen – gefeiert haben die Fronberger Wolpertinger ihr Jubiläum trotzdem. Zum Symposium in Wackersdorf kamen Mitglieder sowie Gäste zusammen, um die Geschichte des besonderen Stammtisches zu würdigen.
Seinen Ursprung hat der Name in einer Figur, die einst ein Künstler zum Stammtisch mitbrachte, erinnert sich Präsident Josef Beer. Seitdem treffen sich die Mitglieder – aktuell sind es 34 – regelmäßig, traditionell jeden Mittwoch, um sich auszutauschen. Gespräche über Politik, Gesellschaft oder Alltägliches stehen dabei im Mittelpunkt.
Der Stammtisch ist nicht offen für jeden: Neue Mitglieder brauchen einen Fürsprecher und müssen eine Probezeit bestehen. Für viele liegt gerade darin der Reiz. „Es geht um die Gespräche“, sagen langjährige wie auch jüngere Mitglieder.
Zum Jubiläum hatten die Wolpertinger auch einen prominenten Redner eingeladen. Journalist Jan Fleischhauer sprach über Politik und Medien und kritisierte dabei unter anderem die Distanz vieler Berichterstattungen zur Lebensrealität der Menschen.
Auch Wolpertinger aus anderen Teilen Deutschlands nahmen am Symposium teil – aus Brandenburg und Niedersachsen. Von dort kehrte ein besonderes Stück zurück nach Fronberg: eine Wolpertinger-Keramik, die ursprünglich aus der Oberpfalz stammt.
Dass das genaue Gründungsjahr nicht eindeutig belegt ist, tut der Feier keinen Abbruch. Als Orientierung dient das erste dokumentierte Symposium im Jahr 1977 – daraus leiten die Mitglieder ihre rund 50-jährige Geschichte ab.
(pg)