Do., 12.07.2018 , 11:16 Uhr

Wegen Polizeimangel: Wird die deutsch-tschechische Grenze vergessen?

Schaffung von „Transit-Zentren“ für Migranten, Einrichten einer bayerischen Grenzpolizei und nicht zuletzt das Ziel, insgesamt die Grenzen schärfer zu kontrollieren. Viel ist dieser Tage – gerade im Zuge des Asylstreits – über Grenzen und Grenzkontrollen diskutiert worden. In Bayern geriet hier wegen der Migration besonders die Grenze zu Österreich ins Blickfeld.

Doch auch an der bayerisch-tschechischen Grenze bleiben Herausforderungen. Crystal Speed ist hier nur ein Stichwort. Doch die Bundespolizeigewerkschaft beklagt hier die angespannte Personalsituation – auch wegen des aktuellen Fokus auf die Grenze zu Österreich. Darüber wurde bei einem Pressegespräch mit SPD-Bundestagsabgeordnete Marianne Schieder in Wernberg-Köblitz diskutiert.

Der Tenor: Es fehle Personal bei der Bundespolizei an der Grenze. Alles in allem würden beinahe 200 Beamte an der deutsch-tschechischen Grenze fehlen – rechnet Thomas Rudlof von der Bundespolizeigewerkschaft vor. Er fordert daher, dass alle freien Dienstposten besetzt und möglichst auch kuzfristig Tarifbeschäftigte eingestellt werden.

Nicht nur Hoffnung – sondern auch Zweifel gibt es mit Blick auf die neue bayerische Grenzpolizei. Thomas Rudlof von der Bundespolizeigewerkschaft sieht die neue bayerische Grenzpolizei zwiegespalten: Als Gewerkschaft hätte man grundsätzlich nichts gegen mehr Personal an den Grenzen. Aber es müsse eindeutig geklärt werden, wer zuständig ist – und das sei derzeit einzig die Bundespolizei.  (nh)

 

Asylstreit Bundespolizei Bundespolizeigewerkschaft Franz Schindler Horst Wildnauer Marianne Schieder Migration Nadine Hofmann Oberpfalz Oberpfalz TV OberpfalzTV OTV Personalsituation Polizei SPD-Bundestagsabgeordnete SPD-Landtagsabgeordneter stellv. Vors. Bundespolizeigewerkschaft Bayern Thomas Rudlof Vors. Bundespolizeigewerkschaft Bezirksverband Bayern Waidhaus

Das könnte Dich auch interessieren

05.02.2026 00:33 Min SPD startet in den Kommunalwahlkampf in Wernberg-Köblitz Mit zünftiger Blasmusik vom Quartett „Mehr für Dich“ aus Nabburg ist die SPD in Wernberg-Köblitz in den Kommunalwahlkampf gestartet. Insgesamt bewerben sich 6 Frauen und 14 Männer um einen Platz im Marktrat. Landratskandidatin und Ortsvorsitzende Marianne Schieder betonte, dass es gerade in der heutigen Zeit wichtig sei, die Kommunalpolitik zu stärken, um das Angebot der 09.05.2025 03:18 Min Kurswechsel in der Migrationspolitik: Schärfere Regeln greifen auch in Waidhaus Mit dem Regierungswechsel stellt die Bundespolitik ihre Migrationslinie neu ein. Bundeskanzler Friedrich Merz sprach in diesem Zusammenhang von einer „nationalen Notlage“. Obwohl die Bundesregierung diese Notlage offiziell zurückwies, hat Bundesinnenminister Alexander Dobrindt erste Maßnahmen veranlasst: Seit gestern gelten an den Grenzen verschärfte Regeln, und seit gestern werden an der Grenze auch Personen abgewiesen, die bereits 08.03.2026 01:22 Min Philipp Gehringer im Gespräch mit Landratskandidatin Marianne Schieder (SPD) in Schwandorf 04.03.2026 00:27 Min Einweihung des neuen Mobilfunkmasten in Wernberg-Köblitz Bayerns Wirtschaftsstaatssekretär Tobias Gotthardt hat den neuen Mobilfunkmast in Wernberg-Köblitz offiziell eingeweiht. Seit Dezember 2025 verbessert der 40 Meter hohe Mast die Versorgung in der Region und schließt einen weiteren weißen Fleck im Mobilfunknetz. Zwei der drei großen Mobilfunkanbieter nutzen den Standort. Seit 2018 stärkt der Freistaat mit einem eigenen Förderprogramm den Netzwerkausbau vor allem