Mehr Wohnraum in Amberg. Das soll das Vilshaus mit 130 neuen Wohnungen, Penthäusern und Appartements schaffen. Ein wichtiger Schritt, um der Wohnungsnot entgegenzuwirken. Dafür sollen vor allem 40 bis 45 Quadratmeterappartements für Studenten, Projektarbeiter und Singles in das ehemalige Möbelhaus Gürtler gebaut werden, so der Bauherrenvertreter Burkhard Kusterer.
Grundsätzlich würden die Wohnungen verkauft, doch Kapitalanleger würden diese dann vermieten, so Kusterer weiter. Dadurch, dass das Vilshaus in ein bereits bestehendes Gebäude gebaut wird, sei das Projekt sehr nachhaltig. Zudem soll der Bau durch einen modularen Holzbau, also mit nachwachsenden Rohstoffen, noch einmal zusätzlich zu mehr Nachhaltigkeit beitragen. Sowas sei jetzt in der ganzen Welt der Stand der Technik und die Zukunft, meint der Architekt des Vilshauses, Sebastian Knorr. Dennoch sei es eine große Herausforderung aus einem Möbelhaus ein Wohngebäude zu machen, so Knorr weiter.
Überall sei so ein Projekt allerdings nicht möglich, wie die Verantwortlichen bei der Grundsteinlegung betonten. In Regionen wie Regensburg oder Amberg, sogenannten B-Regionen, sei es im Gegensatz zu München, Hamburg oder Berlin durchaus noch darstellbar, weil die Einkaufskosten oder die Grundentstehungskosten hier noch überschaubar seien, erklärt Burkhard Kusterer.
Bislang soll das Vilshaus rund 22 Millionen Euro kosten und in 14 bis 16 Monaten fertiggestellt sein. Im nächsten Schritt soll ab März die Fassade abgenommen werden. Ab Herbst soll dann der Innenausbau erfolgen können.
(km)