Do., 24.08.2023 , 15:29 Uhr

Moos

Minister Glauber besucht Landwirte in Moos

Umwelt– und Verbraucherschutzminister Thorsten Glauber zu Besuch beim Schweinemastbetrieb der Familie Donhauser. Dabei geht es nicht nur um Nachhaltigkeit, sondern auch um den Missmut gegenüber der Politik.

Hitzig wird diskutiert, auf dem Donhauser-Hof in Moos. Der Bayerische Umwelt- und Verbraucherschutzminister Thorsten Glauber fühlt sich persönlich angegriffen, durch die Anschuldigungen der Landwirten-Familie. Sie fühlen sich von der Politik schlichtweg im Stich gelassen.

Ganz so hat sich der Minister seinen Besuch auf dem Bauernhof wahrscheinlich nicht vorgestellt. Unter dem Thema der regionalen und nachhaltigen Ernährung war der Bayerische Minister für Umwelt und Verbraucherschutz auf den Hof eingeladen. Dabei geht es aber nicht nur um den Betrieb selbst, es hagelt auch einiges an Kritik. Die aktuelle Agrarpolitik des Freistaates macht der Familie Donhauser, wie vielen Landwirten, das Leben nämlich nicht leicht.

Mittelpunkt des Treffens ist eine Führung, bei der Simon Donhauser dem Minister seinen Betrieb vorstellt. Zusammen mit modernen, nachhaltigen und tierfreundlichen Technologien bekommt Minister Glauber dabei vor allem zu Gesicht, wie sich die Politik auf den Bauernhof auswirkt.

Besonders die Bürokratie ist es, die Simon Donhauser Kopfschmerzen bereitet. Durch die neuen Gesetze und Verordnungen der letzten Jahre findet seine Arbeit heute zu 80% im Büro statt, verrät der Junglandwirt. Je kleiner der Betrieb, desto schwerer sei es, sich bei dem Volumen an stets veränderten Geboten über Wasser zu halten.

Für den Minister sei das Gespräch mit den Landwirten wichtig, um herauszufinden, wo man politisch anpacken kann. Bürokratie würde er gerne abbauen. Vorrangig steht für ihn aber der Fokus auf Regionalität im Programm. Produkte direkt ab dem eigenen Hof zu verkaufen, findet Glauber für Landwirte besonders vorteilhaft.

Einen Hofladen hat die Familie Donhauser bereits eingerichtet. Auch diversifiziert Simon seinen Betrieb jetzt mit der Fischzucht. Wichtig ist der Familie aber auch die öffentliche Meinung gegenüber der Landwirtschaft. Der Vater, Jürgen Donhauser, veranstaltet Vorträge in Schulen, die auch mit dem Minister nachgespielt werden.

Trotzdem: Wertschätzung den Landwirten gegenüber sei verschwunden. Simon Donhausers jüngerer Bruder hat den Betrieb deshalb sogar verlassen. Die Zukunft der Oberpfälzer Landwirte scheint ungewiss. Ob Minister Glauber und die Freien Wähler nach der Wahl daran etwas ändern können, wird sich zeigen.

(sb)

Amberg Donhauser Donhauser-Hof Fisch Fischzucht Freie Wähler Hofladen Jürgen Donhauser Kümmersbruck Landtag Landtagswahl Landwirt Mastbetrieb Minister Moos Nachhaltig Oberpfalz Oberpfalz TV OTV Schweine Schweinefleisch Simon Bauer Simon Donhauser Staatsminister Technologie Thorsten Glauber Tierhaltung Tierwohl Umwelt Umweltminister Verbraucherschutz Wahl 2023 Wahlkampf

Das könnte Dich auch interessieren

18.03.2026 Die Stichwahlkandidaten in Kümmersbruck und Ursensollen Schon jetzt ist klar: Das Rathaus in Kümmersbruck wird künftig von einer jungen Frau geleitet. Bei der Kommunalwahl hat Elisabeth Gruber von der CSU 47,0 Prozent geholt. Sie ruft die Menschen auf, zur Wahl zu gehen – und ihr die Stimme zu geben. „Weil ich aktuell im richtigen Alter bin“, erklärt Gruber. Sie wird am 13.02.2026 Bundesumweltminister vor Ort: Bitte auf mehr Ausnahmen bei Entnahmen Nach Angaben der Teichwirte können die wirtschaftlichen Einbußen durch den Otter in einzelnen Betrieben bis zu 90 Prozent betragen. Landrat Roland Grillmeier verweist darauf, dass rund die Hälfte aller in Bayern gemeldeten Fischotterschäden aus der Oberpfalz stammen. Grillmeier rief die Teichwirte erneut dazu auf, sich am engmaschigen Monitoring zu beteiligen, um verlässliche Bestandszahlen zu erhalten. In 19.06.2026 Kümmersbrucker Betrieb trotzt Wirtschaftslage Es ist ein Unternehmen, das der Wirtschaftsflaute trotzt, das sich an ungünstige Rahmenbedingungen anpasst, das Rekordumsätze noch steigert, während andere Firmen stagnieren oder verlieren. Die Metz-Group mit Sitz in Kümmersbruck hat sich in den vergangenen Jahren breit aufgestellt. Der einistige Automobilzulieferer ist heute ein  Tausendsassa rund um Systementwicklungen. Fünf Firmen stehen unter der Leitung von 03.06.2026 „Uno-Reverse“ in Amberg und Enttäuschung in Kümmersbruck: Wenn die Macht in der Kommunalpolitik sich verschiebt Lisa Hartinger von der SPD unterlag in Kümmersbruck in der Stichwahl knapp – rund 41 zu 59 Prozent – der CSU-Kandidatin Elisabeth Gruber. In der konstituierenden Sitzung scheiterte Hartinger erneut: Sie hatte gehofft, zur dritten Bürgermeisterin gewählt zu werden, doch alle Stellvertreterposten gingen an die CSU. Hartinger sagte anschließend, sie finde das enttäuschend, zumal ihre