Mo., 25.05.2026 , 10:00 Uhr

Dürnsricht

Mittelalterlager in Dürnsricht: Zwischen Ritterkampf und Ehrenamt

Eine Mittelalterschlacht in Dürnsricht: Mit Rüstung und stumpfer Waffe sind Ritter aus Nah und Fern im historischen Schwertkampf gegeneinander angetreten – alles Teil des großen Mittelalterlagers und für den guten Zweck.

Wenn in Dürnsricht die Schwerter aufeinandertreffen und Ritter in voller Rüstung über das Schlachtfeld ziehen, steckt dahinter weit mehr als nur ein Spektakel für Besucher. Das Mittelalterlager der Gemeinde Fensterbach verbindet historische Darstellung, ehrenamtliches Engagement und spektakulären Kampfsport zu einem Event, das die ganze Gemeinde im Bann hält.

Rund 30 historische Vereine und hunderte Lagernde haben in Dürnsricht ihre Zelte aufgeschlagen. Zwischen Feuerstellen, Handwerksständen und Leinenzelten entsteht eine eigene kleine Welt vergangener Jahrhunderte. Viele Teilnehmer legen großen Wert auf eine möglichst authentische Darstellung alter Kulturen. Besucher können dabei traditionelle Handwerkstechniken erleben und sogar selbst mal ausprobieren.

Mit Schwert und Rüstung in den Kampf

Ein Höhepunkt des Mittelalterlagers ist die Feldschlacht. Hier messen sich die Kämpfer in der Kampfsportart „Huskarl“. Die Disziplin orientiert sich an frühmittelalterlichen Kampftechniken der Wikinger und wird mit authentischen Rüstungen sowie Stahlschwertern ausgetragen – nur sind die Schwerter natürlich stumpfer als ihre historischen Vorbilder.

Dabei folgt Huskarl klaren Regeln. Trefferzonen reichen vom Kopf über die Hände bis hin zu den Schienbeinen. Wird ein Kämpfer zweimal korrekt getroffen, muss er zu Boden gehen. Auch erlaubte Angriffe und Bewegungen sind zur Sicherheit genau definiert. So dürfen Hiebe Richtung Kopf nur von oben kommen, keinesfalls von der Seite.

Für viele Ritter ist der Kampf weit mehr als nur Sport. Er ist Ausdruck ihrer Leidenschaft für das Mittelalter und seine Geschichte. Manche fertigen ihre Ausrüstung sogar selbst an, so wie Daniel Maier, einer der Ritter von der Zarg. Nach der Schlacht kehrt im Lager wieder Ruhe ein. Es ist wie ein kleiner Urlaub, erzählt Ritter Daniel. Um den möglich zu machen, kommen in Fensterbach Hunderte Freiwillige zusammen – jedes Mal ein paar mehr als beim vorherigen Lager.

(sb)

Alexander Schmid Colin Raum Daniel Maier Dürnsricht Feldschlacht Fensterbach Gefecht Historisch Huskarl Kampf Kampfsport Mittelalter Mittelalterlager Oberpfalz Oberpfalz TV OTV Ritter Ritter von der Zarg Ritterschlacht Rüstung Schlacht Schwert Simon Bauer

Das könnte Dich auch interessieren

11.11.2025 Die Fahrzeuge der Bundeswehr: Schützenpanzer Puma Hin und wieder sieht man sie im Konvoi auf der Landstraße – und steckt dann meistens hinter ihnen fest. Die Panzer der Bundeswehr bekommt man aber nur selten wirklich aus der Nähe zu sehen. Da wollen wir aushelfen: in den kommenden Wochen zeigen wir Ihnen die Fahrzeuge Bundeswehr und ihre Besatzungen in Aktion – vom 25.08.2025 „Horto Historico Tiubelitz“: 13. Mittelalterfest in Teublitz Horto Historico Tiubelitz: So heißt das jährliche Spektakel, das den Teublitzer Stadtpark zurück ins Mittelalter befördert. Hunderte Mittelalterbegeisterte in historischen und fantasievollen Gewändern erfüllten das Event nun zum 13. Mal mit Leben. Bürgermeister Thomas Beer, selbst in historische Schale geworfen, eröffnete das Spektakel. Ein ganzes Wochenende lang warteten Marktstände, Schaukämpfe, mittelalterliche Livemusik und mehr auf 02.07.2026 Nach 81 Jahren: Die Schaa-Feier kehrt nach Paulusbrunn zurück 81 Jahre lang war es still in Paulusbrunn. Das einstige Dorf an der bayerisch-böhmischen Grenze wurde nach dem Zweiten Weltkrieg zerstört, seine Bewohner vertrieben. Nun soll eine der wichtigsten Traditionen des Ortes wieder aufleben: die Schaa-Feier. Mehrere Vereine aus Deutschland und Tschechien laden am 11. und 12. Juli zum Mini-Festival „Paulusbrunn erwacht zum Leben“ an 16.06.2026 Brüssel trifft Bäckerhandwerk: EU-Parlaments-Vizepräsidentin Barley besucht Backstube Hoher Besuch in der Backstube der Bäckerei Glaab in Schwandorf: EU-Parlaments-Vizepräsidentin Dr. Katarina Barley machte sich dort ein Bild von den aktuellen Herausforderungen des Bäckerhandwerks. Als Brot-Botschafterin will sie die Anliegen der Branche nach Brüssel tragen. Der Titel „Brot-Botschafter“ wird jährlich vom Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks am Tag des Deutschen Brotes, dem 5. Mai, vergeben.