Mi., 17.07.2024 , 16:35 Uhr

Amberg

Morddrohungen gegen jüdische Gemeinde

Übelste Beleidigungen und Bedrohung der jüdischen Gemeinde in Amberg. Der Verfasser einer Hass-E-Mail steht seit heute vor Gericht.
Wegen gefährdung der Allgemeinheit könnte er in eine Psychiatrie eingewiesen werden.

In einem Sicherungsverfahren vor dem Landgericht in Amberg geht es seit heute um Morddrohungen gegen die Israelitische Kultusgemeinde Amberg. Ein 31-jähriger russischstämmiger Deutscher hatte sie im Dezember 2023 per Mail versandt – verbunden mit übelsten Beleidigungen.
Doch der 31-Jährige ist höchstwahrscheinlich schuldunfähig, ein Gutachten bescheinigt ihm eine paranoide Schizophrenie. Deshalb geht es in dem Prozess darum, ob der Mann in einer geschlossenen Psychiatrie untergebracht werden soll – zum Schutze der Bevölkerung.
Denn die weiteren Vorwürfe der Staatsanwaltschaft Amberg lauten neben Volksverhetzung auf Störung des öffentlichen Friedens und Körperverletzung.
Laut Oberstaatsanwalt Tobias Kinzler hat er mehrere Passanten mit einer Geißel angegriffen und eine Steinplatte in eine Schaufensterscheibe geworfen. Er sei eine Gefahr für die Allgemeinheit.
Vertreten wird der 31-Jährige, der in Hand- und Fußfesseln in den Gerichtssaal geführt worden ist, von der Schwandorfer Rechtsanwältin Sarah Metz.
Der Prozess unter Vorsitz von Landgerichtsvizepräsidentin Elke Escher soll am Dienstag fortgesetzt werden.

(gb)

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