Fr., 03.07.2026 , 15:54 Uhr

Weiden

Müllprozess: Rücktritt vom Rücktritt des Geständnisses

Teils gefährlichen Müll tonnenweise illegal nach Tschechien gebracht und dort wild abgelagert - die Vorwürfe um den deutsch-tschechischen Müllskandal erhärten sich. Das wurde heute im Prozess in Weiden deutlich.

Der Skandal um den in Tschechien wild abgelagerten Oberpfälzer Müll zieht weite Kreise. Derzeit steht der Chef des Entsorgungsunternehmens und ein tschechischer Mitarbeiter vor der Ersten Großen Strafkammer des Weidener Landgerichts. Ihnen werden unter anderem illegale Abfalltransporte im großen Stil vorgeworfen. Der Prozess hatte am 3. Juni turbulent begonnen. Erst ein Geständnis des 53-jährigen Firmenchefs, dann sein Rückzieher vom Geständnis. Deshalb war der heutige dritte Prozesstag mit Spannung erwartet worden.

Und tatsächlich: Heute bekräftigte der Unternehmer sein Geständnis und führte seine Verfehlungen detailliert aus.

Das Gericht will nun prüfen, wie damit umzugehen sein.

Der mitangeklagte tschechische Mitarbeiter (57) hatte von Anfang an kooperiert.

Es geht um rund 700 Tonnen Müll unter anderem aus stillgelegten Windkraftanlagen und tonnenweise Lithium-Ionen Batterien etwa aus E-Bikes oder Elektro-Rollern. Alles auf illegalen Halden verteilt in Tschechien abgelagert. Das hat der tschechische Mitarbeiter von Anfang an eingeräumt – der Unternehmer heute auch wieder.

Der Prozess wird am 9. Juli fortgesetzt.

(gb)

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