So., 11.11.2018 , 08:00 Uhr

München: Kultur in Reinkultur

Wenn man den Begriff Kultur definieren soll, dann ist das gar keine so leichte Aufgabe. Ursprünglich bedeutet das Wort nämlich erstmal nur Ackerbau oder Pflege. Doch inzwischen hat der Begriff sehr viele Bedeutungen bekommen. Kultur kann tatsächlich etwas biologisches sein. Kultur kann aber auch nur Kommunikation sein. Sie kann ein Bild sein oder ein Film. Ein Menü oder Schimmelpilze. Eine Definition für den Begriff scheint nahezu unmöglich. Ganz nah ran an eine Erklärung ist man allerdings jetzt in München gekommen. Denn dort wurde der Kulturpreis Bayern verliehen. Kultur in Reinkultur sozusagen.

Und auch da zeigte sich, dass Kultur vielfältig ist. Denn ausgezeichnet wurden in verschiedenen Kategorien: Literatur, Kunst, Musik, Architektur, Wissenschaft und auch Kabarett. Bayernwerk Vorstandsvorsitzender Reimund Gotzel betonte, dass die Kultur Bayern definiere. Sie sei hier sehr ausgeprägt und vielseitig.

Wissenschaft- und Kunstministerin Prof. Dr. Marion Kiechle schloss sich dem an. Bayern sei ein Kulturstaat. Und solch Preise wie der Kulturpreis Bayern zeigen wieder, welch eindrucksvolle Arbeit vielleicht unerkannt im Freistaat geleistet wird.

Unter den Preisträgern war auch der gebürtige Schwandorfer Christian Schnurer. Er wurde im Bereich bildende Kunst ausgezeichnet. Er lebt jetzt in München und hat dort auch die Halle 6 eröffnet: eine Plattform für Künstler aus aller Welt. Außerdem ist er mit seiner Aktionskunst berühmt geworden. So hat er beispielsweise ein ausgebranntes Auto aus Tunesien nach Deutschland überführt und dort unter anderem vor Designer-Läden in München oder auf den Regensburger Haidplatz gestellt. Das Auto gehörte einem Polizisten und wurde von Rebellen angezündet. Dieses Wrack bringe den Geruch der Revolution dorthin, wo sie keine Beachtung findet.

Er wolle in Deutschland keine Revolution anzetteln, aber immerhin ein wenig provozieren.  (eg)

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