Do., 19.09.2024 , 15:56 Uhr

Amberg

Nach Grabschändung und Diebstahl von 129 Laternen - Soldaten, Militärkameradschaft und Schlosswache versuchen den Friedhof wieder Instand zu setzen

Wir haben die Bundeswehr bei den Grabpflegearbeiten auf dem Katharinenfriedhof in Amberg begleitet. Die Schäden die bei den Grabschändungen vor ein paar Wochen entstanden sind lassen wortwörtlich noch Lücken übrig – ob der Friedhof jemals wieder wie vorher aussehen wird ist schwer zu sagen, es fehlt das Geld.

Die Militärkameradschaft Amberg hatte 2006 an jedem Soldatengrab, hier am Friedhof, Fließen mit einer Lampe in Eigenarbeit angebracht. 10.000€ hatte das dem gemeinnützigen Verband gekostet. Jetzt – mehr als 20 Jahre später sind diese Lampen geklaut und Grabplatten zerstört worden. Der Schaden am gesamten Friedhof liegt bei 100.000€.

Rückblick:

Ein Schock, der vor knapp drei Wochen Ambergs Bürger erschütterte. Grabschänder haben am Friedhof in der Katharinenhöhe vieles zerstört und entwendet. Bundeswehr, Militärkameradschaft und kurfürstliche Schlosswache Amberg versuchen jetzt den Schaden zu mindern.

Seit rund 150 Jahren kümmert sich die gemeinnützige Militärkameradschaft um die Soldatengräber hier in Amberg. Seit 2013 auch die Schlosswache und mittlerweile ebenso die Bundeswehr.

Die Militärkameradschaft Amberg möchte am liebsten neue Lampen kaufen, doch ihnen fehlt das Geld. Der Verein hat, Stand heute, nur noch 55 Mitglieder. Spenden sind also notwendig, um die Finanzierung der Grabpflege sowie den Kauf neuer Lampen überhaupt stemmen zu können.

Durch den freiwilligen Einsatz der kurfürstlichen Schlosswache Amberg und von der Bundeswehr bekommt die Kameradschaft seit langer Zeit Unterstützung. Auch nach dem Raub meldete sich Enrico Ritz und sein Team um zu helfen. Neben den Instandsetzungsarbeiten erneuerten sie beispielsweise die Beetumrandungen oder reparierten die von den Räubern verbogenen Kreuze. Am Volkstrauertag soll Pfarrer Brunner von St. Georg in Amberg ein Segensgebet für den Friedhof sprechen, so die kurfürstliche Schlosswache. Das macht zwar den schlimmen Raub nicht wieder vergessen, eine seelische Unterstützung sei es aber allemal.

(ls)

Amberg Amberger Bundeswehr Enrico Ritz Friedhof Grab Gräber Grabschänder Katharinenfriedhof Katharinenhöhe Kriegsgräber Militärkameradschaft Oberpfalz OberpfalzTV OTV Raub Schäden Schlosswache Soldaten Soldatengräber Spende Unterstützung Verein

Das könnte Dich auch interessieren

27.03.2026 135. Josefifeier der Zimmerleute und Schreiner In Amberg hat der Verein der Zimmerleute und Schreiner die 135. Josefifeier abgehalten. Vom Schrannenplatz aus ging ein Kirchenzug zur Basilika Sankt Martin. Auch Ambergs zweiter Bürgermeister Martin Preuß und Stefan Ott von der CSU haben sich am Kirchenzug beteiligt. Anschließend haben die Vereinsmitglieder an einem Gottesdienst teilgenommen. Der Josefi-Tag ist ein fest verankertes Ereignis 17.03.2026 OTV Steuertipp – Warum sich die Steuererklärung lohnt Die Steuererklärung ist für viele ein leidiges Thema, das oft nur stiefmütterlich behandelt wird. Dabei kann sich eine freiwillige Steuererklärung richtig lohnen! Laut Zahlen des Statistischen Bundesamtes liegt die durchschnittliche Rückerstattung bei einer freiwilligen Steuererklärung bei rund 1.100€! Wer sich aus Angst vor Fehlern nicht an die Steuererklärung traut, für den hat unser Steuerexperte eine 05.03.2026 Amberger startet Crowdfunding für behindertengerechtes Auto Ein behindertengerechtes Auto. Dafür kämpft Markus Reichenberger aus Amberg. Nach einem Arbeitsunfall im Jahr 2013 erkrankte er an seinem rechten Arm an CRPS, dem Komplexen Regionalen Schmerzsyndrom. Eine Schmerzerkrankung, die vor allem nach Knochenbrüchen auftreten kann, deren Ursache aber noch nicht vollständig geklärt ist. Nach einem Haushaltsunfall und einem Sturz in therapeutischer Behandlung ist das 05.03.2026 Verkehrsunfall durch einen Sattelzug Am späten Nachmittag des 04.03.2026 verursachte ein Sattelzug der Bundeswehr in der Regensburger Straße in Amberg einen Verkehrsunfall mit Sachschaden. Der Fahrer missachtete die ausgeschilderte maximale Durchfahrtshöhe von vier Metern an einer Eisenbahnbrücke. Auf dem Auflieger transportierte das Gespann einen Lkw und überschritt damit die erlaubte Höhe um etwa einen halben Meter. Dadurch blieb das