Mo., 16.02.2026 , 13:27 Uhr

Sulzbach-Rosenberg

Naherholungsgebiet Obere Wagensass gesperrt – Waldpflegemaßnahmen von den Bayerischen Staatsforsten

Fällarbeiten im Wald bei der Oberen Wagensass in Sulzbach-Rosenberg. Der Wald ist aktuell in großen Teilen gesperrt, denn durch die Holzernte ist der Bereich für Spaziergänger zu gefährlich.

50 bis 100 Bäume in einer Stunde können moderne Harvester fällen. Eine beeindruckende Geschwindigkeit, wenn man bedenkt, welch harte und langwierige Arbeit solche Baumfällarbeiten früher waren. Auch wenn Fällarbeiten heute also sehr zeiteffizient sind, dauert es trotzdem eine Weile, bis ein Waldstück durchforstet ist. Deswegen ist der Wald im Naherholungsgebiet der Oberen Wagensass in Sulzbach-Rosenberg aktuell für einige Wochen gesperrt.

Die Bayerischen Staatsforsten führen dort Waldpflegemaßnahmen durch und fällen Bäume. Für Spaziergänger ist der Wald während der Fällarbeiten zu gefährlich. „Innerhalb des Radius des Harvesters ist es natürlich sehr gefährlich, aber auch dort, wo der Harvester gerade gearbeitet hat.“, erklärt Philipp Bahnmüller. Er ist Betriebsleiter des Forstbetriebs Schnaittenbach der Bayerischen Staatsforsten. „Es können immer noch Baumteile oder größere Äste in den Baumkronen hängen, die dann herunterfallen. Das können wir nicht ganz vermeiden. Deswegen halten wir diese Bereiche auch gesperrt.“

Aufbau eines resilienten Klimawaldes

Die Fällarbeiten dienen nicht nur dazu, Holz für den Verkauf zu ernten, sondern auch dazu, den Wald gut für die Zukunft aufzustellen. Die Förster suchen sich ganz bewusst die Bäume aus, die stehenbleiben sollen. „Und solche Bäume, die die ‚guten‘ Bäume bedrängen, entnehmen wir“, so Bahnmüller. ‚Gute‘ Bäume, das sind zum Beispiel Baumarten, die in dem bestimmten Waldstück seltener vorkommen. In der Wagensass stehen vor allem Kiefern und Fichten. Die Förster hätten aber gerne auch Laubbäume für eine gesunde Mischung und achten deswegen besonders darauf, dass junge Laubbäume genug Licht und Platz bekommen.

Alle dreißig Meter eine Rückegasse

Ein Waldstück wird etwa alle sieben Jahre beerntet. Damit dabei nicht jedes Mal der Waldboden geschädigt wird, sind die schweren Harvester nur auf ganz bestimmten Rückegassen unterwegs. „Die Bodenverdichtung ist ein großes Thema“, erklärt Staatsförsterin Charlotte Hornung. „Wenn wir mit der Maschine kreuz und quer durch den Wald fahren würden, würde der Boden überall Schäden erleiden. Dadurch, dass wir auf den Rückegassen bleiben, kann der größte Teil des Bodens unkomprimiert bleiben.“

Der Waldarbeiter im Harvester legt zum Beispiel auch bewusst die abgetrennten Äste und Nadeln auf den Weg vor sich, damit diese nochmal als Polster dienen und den Waldboden zusätzlich schützen. Bestimmte Bäume sind bei den Fällarbeiten übrigens tabu, nämlich sogenannte Biotop-Bäume. Sie sind besonders wertvoll für die Artenvielfalt im Wald, weil sie zum Beispiel Vögeln, Insekten oder Fledermäusen einen Unterschlupf bieten.

Die Arbeiten in der Oberen Wagensass sollen Anfang April abgeschlossen sein. Wenn der Frühling kommt, soll also auch das Naherholungsgebiet wieder für die Sulzbach-Rosenberger zu Verfügung stehen.

(az)

Bäume fällen Bayerische Staatsforsten BaySf Forstbetrieb Schnaittenbach Charlotte Hornung Fällarbeiten Harvester Holzernte obere Wagensaß Oberpfalz Oberpfalz TV OTV Philipp Bahnmüller Staatsförsterin Sulzbach-Rosenberg Wald Waldpflege Winter

Das könnte Dich auch interessieren

28.01.2026 Kulturschloss Theuern: Ein Ballabend mit Glanz und Show Die Sechs Prinzenpaare der Faschingsgesellschaften aus Amberg-Sulzbach haben traditionell den Landkreisball im Kulturschloss Theuern eröffnet. Den Auftakt der Show-Acts machte die FG Knappnesia aus Sulzbach-Rosenberg. Zum 66. Jubiläum präsentierten sie ihren 24-minütigen Auftritt „The Show must go on“. Mit der musikalischen Begleitung der Band „Royal“ konnten auch alle Gäste ihre Kleider und Anzüge auf der 27.01.2026 Flutlicht und Schlitten: Winterfreude in Haselmühl Flutlicht-Rodelspaß am Berg Wiesental in Haselmühl. Gestern Abend erstrahlte der Berg Wiesental in hellem Licht, denn die Freiwillige Feuerwehr Haselmühl hatte spontan angekündigt, die Rodelstrecke ab 17 Uhr zu beleuchten. Zahlreiche Kinder haben mit ihren Eltern das Angebot angenommen. Die Schlittenfahrer konnten sich unten mit Kinderpunsch und Heißgetränken stärken. (kw/ Kamera: Hans Bernreuther) 26.01.2026 Wintereinbruch sorgt in der Oberpfalz für rund 50 Unfälle Auf der B85 zwischen Edelsfeld und Sulzbach-Rosenberg, auf Höhe Forsthof, kam es zu einem Frontalzusammenstoß: In einer leichten Rechtskurve prallten ein Auto aus Richtung Auerbach und eines aus Richtung Sulzbach-Rosenberg aufeinander. Drei Insassen wurden verletzt, einer blieb unverletzt. Der Rettungsdienst versorgte die Betroffenen vor Ort und brachte sie in umliegende Krankenhäuser. Der Schaden an beiden 19.12.2025 Stadt muss Hebesätze anpassen – Auflage der Stabilitätshilfen Die Stadt Sulzbach-Rosenberg muss ihre Hebesätze anpassen. Deshalb steigt die Grundsteuer im kommenden Jahr. Das hat der Stadtrat in seiner letzten Sitzung des Jahres beschlossen. Die Erhöhung betrifft laut Stadtkämmerer Andreas Eckl, land- und forstwirtschaftliche Grundstücksbesitzer und macht durchschnittlich etwa 10 Euro pro Jahr aus. Der Stadtrat bestätigte außerdem Johannes Riermeier als Kommandanten der Freiwilligen