Die Zahl von Kindern und Jugendlichen, die psychisch erkranken, hat in den vergangenen Jahren dramatisch zugenommen. Allein im vergangenen Jahr wurden in der Kinder- und Jugendpsychiatrie des Bezirks Oberpfalz, kurz medbo, mehr als 1.600 Kinder und Jugendliche behandelt, 300 mehr als noch ein Jahr zuvor.
Allerdings warten Betroffene oft lange auf eine Behandlung. Die neue Klinik der medbo in Weiden soll die Situation etwas entspannen.
Der Neubau schließt eine Lücke in der medizinischen Versorgung der nördlichen Oberpfalz und bietet erstmals auch eine stationäre Versorgung von 32 jungen Patienten an. Ergänzt wird das Angebot mit 18 Plätzen in einer Tagesklinik, darunter 6 Plätze für Vorschulkinder.
Bereits 2022 war Spatenstich für den hochmodernen Neubau. Die hellen und freundlichen Räume ermöglichen modernste Behandlungsmethoden und Therapien. Auch eine Schule ist in der Klinik untergebracht.
Die Klinik bietet vor allem auch Eltern die Möglichkeit ihre Kinder während eines Aufenthalts zu begleiten.
34 Millionen Euro hat der Neubau gekostet, 18 Millionen hat der Freistaat Bayern beigesteuert, „Wir kommen unserer Verpflichtung nach, die medizinische Versorgung gerade auch außerhalb von Ballungsräumen zu verbessern“, so die bayerische Gesundheitsministerin Judith Gerlach bei der feierlichen Einweihung.
Behandelt werden in der Einrichtung unter anderem Angststörungen, Psychosomatische Störungen, Entwicklungsstörungen und Suchterkrankungen.
Insgesamt arbeitet in der Klinik ein 100-köpfiges Team aus den Bereichen Pflege, Medizin, Therapie und Sozialpädagogik.
(db)