In der St. Georg Kirche Amberg beginnt ein neues Kapitel Musikgeschichte: Nach jahrelanger Planung und rund eineinhalb Jahren Bauzeit wird am Sonntag die neue Orgel offiziell eingeweiht. Äußerlich bleibt vieles vertraut – das barocke Gehäuse stammt weiterhin aus dem Jahr 1767. Im Inneren jedoch steckt ein komplett neues Instrument aus der Werkstatt der Orgelbau Klais.
Notwendig wurde der Neubau vor allem wegen baulicher Mängel der bisherigen Orgel. Das Innenleben, das erst rund 45 Jahre alt war, hatte immer wieder für Probleme gesorgt – unter anderem durch eine ungünstige Anordnung der Pfeifen und Schwierigkeiten bei der Windversorgung. Die Folge: hoher Wartungsaufwand und klangliche Einschränkungen.
Buch zur Orgel
Bereits vor 14 Jahren fiel deshalb die Entscheidung für einen kompletten Neubau. Ein eigens gegründeter Förderverein unterstützte das Projekt finanziell. Insgesamt rund 1,2 Millionen Euro wurden investiert, ein großer Teil davon stammt aus Spenden, Aktionen und Nachlässen. Auch die Diözese Regensburg beteiligte sich an den Kosten.
Mit der neuen Orgel soll nun nicht nur die Liturgie bereichert werden. Das Instrument ist auch Ausgangspunkt für ein umfangreiches Kulturprogramm: Über das Jahr verteilt sind Konzerte und Veranstaltungen geplant. Begleitend erscheint zudem das Buch „Die Orgel in St. Georg zu Amberg“, das die lange und wechselvolle Geschichte des Instruments dokumentiert – von seinen Ursprüngen im 18. Jahrhundert bis heute.
Mit der Einweihung endet damit ein Großprojekt – und gleichzeitig beginnt eine neue musikalische Ära für die Kirche und die Region. Die wird unter anderem mit einer Konzertreihe gefeiert:
Auch Führungen werden nach ausgewählten Vespern angeboten. Alle Infos zum Programm gibt es unter www.georgsorgel.de.
(pg)