Die Sparkasse Oberpfalz Nord und die Vereinigten Sparkassen Eschenbach Neustadt Vohenstrauß haben ihre Geschäftszahlen für das Jahr 2025 präsentiert – zum letzten Mal als eigenständige Institute. Denn am 1. Juli schließen sich beide Häuser zur neuen Sparkasse Nördliche Oberpfalz zusammen. Aus den bislang kleinsten Sparkassen der Region entsteht damit künftig die zweitgrößte Sparkasse der Oberpfalz.
Trotz eines wirtschaftlich herausfordernden Umfelds fällt die Bilanz beider Geldhäuser positiv aus. Die Sparkasse Oberpfalz Nord verzeichnete Einlagen von knapp 1,7 Milliarden Euro, ein Zuwachs von 4,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Vereinigten Sparkassen bleiben mit rund 1,2 Milliarden Euro stabil. Auch die Wertpapieranlagen erreichten neue Höchststände: rund 880 Millionen Euro bei der Sparkasse Oberpfalz Nord und knapp 560 Millionen Euro bei den Vereinigten Sparkassen.
Mit der Fusion wollen die Verantwortlichen vor allem langfristig effizientere Strukturen schaffen. Hintergrund sind unter anderem der demografische Wandel und der zunehmende Fachkräftemangel, die eine strategische Bündelung von Ressourcen sinnvoll machen. Die Entscheidung zur Fusion sei bewusst getroffen worden, nicht aus Zwang, sondern um die Zukunftsfähigkeit beider Häuser zu stärken.
Die neue Sparkasse Nördliche Oberpfalz soll eine Bilanzsumme von rund 3,6 Milliarden Euro erreichen. 517 Mitarbeitende werden künftig an 46 Standorten tätig sein. Personalabbau ist nicht vorgesehen. Beide Institute betonen, dass es im Zuge der Fusion keine fusionsbedingten Kündigungen geben wird. Vielmehr gehe es darum, alle Beschäftigten zu halten und als attraktiver Arbeitgeber in der Region weiterhin verlässlich zu bleiben.
Nach der juristischen Fusion am 1. Juli folgt Ende Oktober die technische Zusammenführung. Der laufende Betrieb soll dabei weitgehend störungsfrei bleiben. Lediglich in der Nacht vom 24. auf den 25. Oktober könnte es zu einem kurzen technischen Zeitfenster kommen, das vorab kommuniziert wird. Die Versorgung über Geldautomaten und der Vertrieb sollen ansonsten ohne Unterbrechung weiterlaufen.
Der Hauptsitz der neuen Sparkasse wird in Weiden liegen. Das dortige Gebäude wird derzeit modernisiert und soll im Dezember wieder für Kundinnen und Kunden geöffnet werden.
(lb)