Ein kleiner Infekt, eine Entzündung – und plötzlich wird es lebensgefährlich. Eine Sepsis, umgangssprachlich „Blutvergiftung“ genannt, gehört zu den häufigsten Todesursachen in deutschen Krankenhäusern. Das Problem: Sie wird oft zu spät erkannt. Genau hier setzt eine neue verpflichtende Qualitätssicherung an, die seit dem 1. Januar 2026 in allen Kliniken gilt – bekannt als QS Sepsis.
Voller Klinik-Alltag
Eine wichtige Aufgabe im Klinik-Alltag und vom Gesetzgeber sicherlich auch ein guter Ansatz. Aber das alles passiert zusätzlich zum ohnehin anspruchsvollen Klinikalltag. Das große Problem: Mehr Arbeit, aber kaum mehr Personal. Genau hier liegt die größte Herausforderung. Viele Krankenhäuser stehen bereits unter finanziellem Druck, dazu kommt noch Personalmangel. Für QS Sepsis gibt es jedoch meist keine zusätzlichen Stellen.
(hr)