Do., 19.03.2026 , 15:54 Uhr

Amberg

Neues Bürgerbüro in Amberg eingeweiht: Zentraler Anlaufpunkt für Behördengänge

Das neue Bürgerbüro in Amberg ist eingeweiht. Einwohneramt, Fundbüro und weitere Dienste sind jetzt unter einem Dach gebündelt, und mehr sollen folgen. Dabei war die Entstehung des Bürgerbüros ein langer Prozess.

In Amberg ist das neue Bürgerbüro nun offiziell eingeweiht. In der Herrnstraße 1, mitten in der Innenstadt, schmücken nun große Schriftzüge beide Seiten des ehemaligen Sparkassengebäudes, das künftig als zentrale Anlaufstelle für zahlreiche Verwaltungsdienste dient.

Gemeinsam mit Amtsleiter Martin Schafbauer, Projektleiter Bernhard Mitko, den Amberger Pfarrern und weiteren Beteiligten weihte Oberbürgermeister Michael Cerny das neue Bürgerbüro feierlich ein. Ziel sei es, den Bürgern möglichst viele Behördengänge an einem Ort zu ermöglichen und so Wege und Wartezeiten deutlich zu reduzieren.

Viele Dienste unter einem Dach

Bereits jetzt sind wichtige Einrichtungen wie das Einwohneramt, das Wahlamt und das Fundbüro im neuen Bürgerbüro angesiedelt. Perspektivisch sollen weitere Abteilungen folgen, darunter auch die Ausländerbehörde. Ergänzt wird das Angebot durch moderne digitale Terminals sowie einen Zahlautomaten, über den Gebühren unkompliziert beglichen werden können.

Die Suche nach einem geeigneten Standort hatte sich zuvor über längere Zeit hingezogen. Erst als die Sparkasse ihren Standort in der Herrnstraße aufgab, ergab sich die passende Gelegenheit. Da große Teile der Raumstruktur übernommen werden konnten, ließ sich die Bauzeit vergleichsweise kurz halten. Geschichtsspuren bleiben – an manchen Stellen sind noch die alten Sparkassen-Logos zu sehen.

Anfangs zu teuer

Projektleiter Bernhard Mitko zeigte sich bei der Einweihung entsprechend zufrieden – und konnte den Tag gleich doppelt feiern, da dieser mit seinem Geburtstag zusammenfiel. Er erklärt: Ganz ohne Herausforderungen verlief das Projekt nicht. Ursprünglich geplante Kosten stießen innerhalb der Stadt auf Kritik, woraufhin das Konzept angepasst wurde. Statt eines Großraum-Schaltersystems entschied man sich für kleinere, separate Büros.

Das Ergebnis: Gesamtkosten von rund 1,6 Millionen Euro und gleichzeitig mehr Privatsphäre für Bürger und Mitarbeiter. Gespräche können nun in ruhiger, abgeschirmter Atmosphäre stattfinden. Weitere Verbesserungen sind bereits geplant – sowohl baulich als auch organisatorisch. Dabei soll künftig auch verstärkt die Meinung der Bürgerinnen und Bürger einbezogen werden. Das neue Bürgerbüro versteht sich somit nicht nur als Servicezentrum, sondern auch als Projekt im stetigen Wandel.

(sb)

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