Di., 25.09.2018 , 15:17 Uhr

Neukirchen: Fliegerbombe ist gar keine

Bei Neukirchen hat sich am Montag ein vermeintlicher Blindgänger aus den Kriegstagen als Außentank entpuppt. Gegen 18:30 Uhr informierte eine Spaziergängerin die Polizei über den mutmaßlichen Fund einer Fliegerbombe. Sie hatte diese am dicht bewachsenen und verlandeten Ufer einer Weiheranlage entdeckt. Die Polizei begutachtete den etwa drei Meter langen und 40 Zentimeter breiten Fund und konnte zunächst nicht ausschließen, dass es sich dabei um eine Fliegerbombe handelt. Deswegen wurden Fachleute vom Kampfmittelbeseitigungsdienst aus Feucht zu Hilfe gebeten. Feuerwehrleute aus Röckenricht und Holnstein beleuchteten die Einsatzstelle.

Schnell konnten schließlich die Kampfmittelexperten den Gegenstand identifizieren: Es handelt sich um einen Außentank eines unbekannten militärischen Luftfahrzeugs. Somit konnte der leere Behälter schließlich gefahrlos durch die Feuerwehren mit Motorsägen freigeschnitten und geborgen werden. Das Technische Hilfswerk aus Sulzbach-Rosenberg transportierte schließlich den ungewöhnlichen Fund ab.

Eine Erklärung zum Fund gibt es in der Pressemitteilung der PI Sulzbach-Rosenberg:

Dem äußeren Zustand nach dürfte der leere Tank bereits vor geraumer Zeit von einem Militärflieger abgeworfen und im Uferbereich der Weiheranlage unentdeckt niedergegangen sein. Mit dem Rückgang des Wassers nach anhaltender Sommertrockenheit schließlich gab sich der Fiberglaskörper preis. Eine Beeinträchtigung der Umwelt konnte ausgeschlossen werden.

Quelle: Presseinformation PI Sulzbach-Rosenberg

Aktualisierung am 26.09.2018

Die Polizei konnte nun den rätselhaften Fall aufklären, und herausfinden, woher der Außentank kam. Hier dazu die Erklärung in der Pressemitteilung:

Am vergangenen Montagabend (24.09.2018) war durch eine Spaziergängerin bei einer Weiheranlage südöstlich der Ortschaft Förderricht der Außentank eines Militärflugzeugs aufgefunden worden und hatte für einen größeren Einsatz mehrerer Hilfsorganisationen gesorgt (wir berichteten). Nunmehr ist das Rätsel um die Herkunft des Kerosinbehälters geklärt. Auf die Presseberichterstattung hin meldeten sich nunmehr die Besitzer der Weiheranlage bei der Polizei.

Deren Angaben zufolge handelt es sich bei dem aufgefundenen Behältnis um den Abwurf-Zusatztank eines Militärjets vom Typ Fiat G 91. Maschinen dieses Typs hatte auch die Bundesluftwaffe bis zu deren Ausmusterung im Jahre 1982 als Erdkampf- und Aufklärungsflugzeug im Einsatz (Quelle: Wikipedia).

Zwei dieser Tanks, so die Weiher-Besitzer, seinen vor mehr als 25 Jahren käuflich erworben worden, um als Schwimmkörper für ein Floß zu dienen. Vor geraumer Zeit schon hätten Unbekannte das Floß versenkt, ein weiteres Exemplar liege demnach noch am Grund des Weihers.

Die Polizei betont an dieser Stelle nochmals, dass zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für Dritte, etwa durch den Abwurf des Tanks aus der Luft bestanden hat, dennoch der Einsatz der Hilfsorganisationen anlaufen musste, weil zur Feststellungszeit eine Kontaktaufnahme mit den bis dahin unbekannten Grundstückseigentümern nicht möglich war.

Quelle: Presseinformation PI Sulzbach-Rosenberg

(nh/Presseinformation PI Sulzbach-Rosenberg)

 

Bild: PI Sulzbach-Rosenberg

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