Do., 11.03.2021 , 14:26 Uhr

Oberpfalz: 10 Jahre Reaktorkatastrophe von Fukushima

Heute jährt sich die Reaktorkatastrophe von Fukushima zum zehnten Mal. Am 11. März 2011 führten die Folgen eines Tsunamis zur Überhitzung der Brennelemente und schließlich zur Kernschmelze in drei Reaktoren und mehreren Explosionen. Der radioaktive Supergau.

Die schwarz-gelbe Bundesregierung hat daraufhin den Ausstieg aus der Kernenergie beschlossen. Bis 31. Dezember 2022 sollen alle deutschen Kernkraftwerke abgeschaltet werden. Doch auch zehn Jahre nach dem Ausstiegsbeschluss ist die Atomkraftnutzung in Deutschland weiter in der Debatte. Der Sprecherin der Bürgerinitiative gegen Atomare Anlagen Weiden-Neustadt, Hilde Lindner-Hausner, geht der Ausstiegsbeschluss nicht weit genug. Sie möchte auch die Uranfabriken und die gesamte Atomforschung eingeschlossen wissen.

Der Weidener CSU-Bundestagsabgeordnete Albert Rupprecht dagegen meint, natürlich müsse Deutschland forschungsoffen sein und vertretbare Methoden wie etwa die Kernfusion weiterhin untersuchen.
Ihm selbst ging der Austiegsbeschluss vor zehn Jahren viel zu schnell. Und auch heute sieht er Nachteile, da alternative Energien zu teuer und zu wenig akzeptiert seien. Er trage aber den Beschluss mit.

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Uli Grötsch empfindet den Ausstiegsbeschluss als das einzig Richtige. Die Zukunft müsse den regenerativen Energiequellen gehören. Er verurteilt es auch, dass die Atomindustrie nun Milliarden-Entschädigungen für entgangene Gewinne bekommt. (gb)

10 Jahre Fukushima 2021 Albert Rupprecht Amberg Atomkraftwerk Ausstieg Kernenergie Bayern BI gegen atomare Anlagen Weiden-Neustadt Bundestagsabgeordneter CSU FDP Fukushima gbeer Gerhard Beer Gerhard Theo Beer Hilde Lindner-Hausner Japan Kernschmelze Luhe Oberpfalz Oberpfalz OTV Oberpfalz TV OTV Reaktorkatastrophe SPD Super-Gau Uli Grötsch Weiden

Das könnte Dich auch interessieren

20.02.2025 Mahnung zur Toleranz und Menschlichkeit Hunderte von Teilnehmern traten gestern Abend auf dem Weidener Marktplatz für Toleranz und gegen rechtes Gedankengut und Hass ein.  Am 19. Februar 2020 erschoss ein 43-jähriger Rassist neun Menschen mit Migrationshintergrund, danach seine Mutter und sich selbst. Das Bundeskriminalamt ordnete die Taten als rechtsextrem ein. Der fünfte Jahrestag war Anlass für das Oberpfälzer Bündnis für 24.02.2025 Wahlkreis Weiden wählte wieder In Weiden war die Wahlbeteiligung gestern bei der Bundestagswahl höher als in Bayern und im Bund. Im Wahlkreis 234 lag sie bei  84,1 Prozent, während sie in Bayern 79,9 und im Bund 82,5 Prozent betrug. Das Interesse im Wahlkreis Weiden war also sehr hoch. Das einzige, das von vorneherein klar war: CSU-Kandidat Albert Rupprecht wird 17.03.2025 Start ins Studentenleben 572 neue Studierende hat die OTH Amberg-Weiden heute zum Start des Sommersemesters 2025 begrüßt. Mit diesem Zuwachs liegt die Gesamtzahl der Studierenden nun bei 4.138. Besonders viele Einschreibungen verzeichnen in diesem Semester die Bachelorstudiengänge International Business und Digital Technology and Management sowie der Masterstudiengang Artificial Intelligence for Industrial Applications – allesamt zukunftsorientierte Studiengänge mit internationaler 14.03.2025 Neubau für Geo-Datenbank eröffnet Hier werden die Grundlagen für digitale Karten von ganz Bayern erarbeitet: Die „Geo-Datenbank Bayern“ des Landesamts für Digitalisierung, Breitband und Vermessung ist gestern in Waldsassen eingweiht worden. In Waldsassen ist der Neubau für die Geodatenbank eingeweiht worden. Diese Behördenverlagerung verspricht mehr als 70 Arbeitsplätze für die Region und „macht Waldsassen zum digitalen Herzstück des Stiftlands“,