Mo., 08.06.2020 , 09:51 Uhr

Oberpfalz: „Der Schwurbel-Kanal“ – OVIGO mit satirischer YouTube-Show gegen Verschwörungstheorien

Immer wieder geistern neue, krude Verschwörungsthesen zur aktuellen Coronakrise durch das Internet. Das OVIGO Theater hat die aktuelle Spielpause genutzt, um ein deutliches Zeichen gegen Verschwörungstheoretiker, die auch „Schwurbler“ genannt werden, zu setzen. In einer ersten Pilot-Folge wurde nun „Der Schwurbel-Kanal“ auf YouTube veröffentlicht. Das 26-minütige Video ist eine völlige Überzeichnung und Mixtur bekannter Verschwörungstheorien und Theoretiker. Florian Wein und Michael Zanner schlüpfen als Prof. Dr. Giselherr von Sturmhagel und Olaf Busenmann in die Hauptrollen. Technisch ausgestattet wurde die Produktion von Veranstaltungstechnik Seibicke. Schnitt und Video-Produktion übernahm Roberto Richter. Anna Klepser war für Ausstattung und Requisite zuständig.

Dem Video ist die aufwändige Produktion durchaus anzusehen, auch wenn vieles gewollt billig aussehen sollte.

Völlig verrückte und inakzeptable Verschwörungstheorien aufs Korn zu nehmen, ist gar nicht so einfach. Immerhin sollte eine Satire überzeichnen und die Dinge extremer darstellen. Da viele dieser Original-Videos, die ja tatsächlich ernstgemeint sind, schon an Realsatire grenzen, mussten wir eben noch einen oben drauf setzen. Und das hat mächtig Spaß gemacht.

(Florian Wein, Künstlerischer Leiter OVIGO)

Das OVIGO Theater möchte dabei auch unterstreichen, dass sie die Maßnahmen der Regierung versteht und voll mitträgt: „Auch uns trifft die Krise hart. Unzählige Termine mussten ausfallen und werden auch noch ausfallen. Aber wenn es Menschen gibt, die meinen, sie wären schlauer als Virologen und müssten eine Epidemie leugnen, dann hört bei uns auch die Toleranz auf. Schließlich sind viele Menschen gestorben. Vielleicht schaffen wir es mit dem Video sogar, dass der ein oder andere ‚Schwurbler‘ erkennt, wie blödsinnig die meisten dieser Thesen eigentlich sind“, so Wein.

In unzähligen Videos haben sich Popstars, B-Promis oder vermeintliche Wissenschaftler zu Wort gemeldet, die das Vorgehen von Politikern wie der Bundeskanzlerin Angela Merkel nicht nur kritisieren, sondern auch die Existenz von COVID-19 leugnen und an eine Weltverschwörung glauben, die von Männern wie Bill Gates vorangetrieben wird.

„Der Schwurbel-Kanal“ ist auf dem YouTube-Kanal des OVIGO Theaters oder auf deren Facebook-Seite zu sehen.

(Bild: Patrick Seibicke)

(vl)

Florian Wein Künstlerischer Leiter OVIGO Oberpfalz Oberpfalz TV OTV OVIGO Theater Satire Schwurbel-Kanal Theater Verschwörungstheorien

Das könnte Dich auch interessieren

04.02.2026 Ovigo und Stadtbühne Vohenstrauß: Ausblick ins Theaterjahr 2026 Beim Ovigo-Theater ist dies gelungen. Laut Intendant Florian Wein hat das Theater einen Antrag auf eine institutionelle Förderung während des ganzen Jahres gestellt. Vom Zweckverband kam diesbezüglich ein positiver Bescheid. Ein wichtiger Schritt in Richtung Professionalisierung, so Wein. Anders sieht es bei der Stadtbühne Vohenstrauß aus. Laut Förderkriterien des Zweckverbands ist eine Förderung der Stadtbühne 12.06.2026 „Eine ganz heiße Nummer“ des OVIGO-Theaters Generalprobe für „Eine ganz heiße Nummer“ des OVIGO-Theaters in Grafenwöhr. Das Stück dreht sich um drei Frauen, die ihre Arbeitsplätze verloren haben und jetzt um ihre Zukunft kämpfen – mit einer ungewöhnlichen Geschäftsidee. Dabei versetzen sie ihr Dorf in Aufruhr. Denn nach einigen holprigen Anfängen wird die Telefonsex-Hotline zum Geheimtipp im Dorf. Diese Aufführung ist 09.07.2026 Gift und das Jenseits: Theaterbühne Schwandorf führt das Stück „Arsen und Spitzenhäubchen“ auf Proben der Theaterbühne Schwandorf für das Stück „Arsen und Spitzenhäubchen“ im Fronberger Schlosshof. Die schwarze Komödie erzählt von zwei scheinbar liebenswerte Schwestern, die einsame Herren mit Wein vergiften und sie damit ins Jenseits schicken, bis ihr Neffe Mortimer das Geheimnis entdeckt. Karten sind noch für die Aufführungen am 17., 23., 24. und 25. Juli im 22.05.2026 Erfolg der Theatergruppe Eglsee: „Die verbotene Liab“ Mit viel Humor verabschiedete sich die Theatergruppe des Stammtisches Eglsee mit ihrer letzten Aufführung von „Die verbotene Liab“. Im Zentrum steht Sohn Stefan, der statt einer reichen Braut seine große Liebe Vroni heiraten will – sehr zum Ärger der Eltern. Verwechslungen, alte Geheimnisse und vermeintliche Seitensprünge sorgen für turbulente Szenen, bis Vroni schließlich die Wahrheit