Fr., 05.03.2021 , 11:26 Uhr

Oberpfalz: Ein Jahr Corona in der Oberpfalz

Heute jährt sich das Bekanntwerden des ersten Coronafalls in der Oberpfalz.

„Das hat sich niemand vorgestellt“. Auch er selbst habe die Auswirkungen von Corona anfangs nicht richtig einschätzen können, so Richard Reisinger, der Landrat von Amberg-Sulzbach. In seinem Landkreis ist am 5. März 2020, also heute vor genau einem Jahr, die erste Covid-19-Infektion in der Oberpfalz aufgetreten. Eine Kümmersbruckerin kam nach positivem Test als erste Corona-Patientin in das Klinikum Amberg. Seither ist alles anders.

Stimmung in der Bevölkerung hat sich gravierend verändert

OTV hat sich in der Stadt umgehört. War vor einem Jahr die Besorgnis über Corona nicht besonders groß, so sind heute die Menschen zum Teil verängstigt und fürchten eine Infektion. Die Abstands- und Hygieneregeln werden größtenteils eingehalten. Das Klinikum hat sich inzwischen den Herausforderungen gestellt und hat die Lage voll im Griff, wie Pflegedirektorin Kerstin Wittmann angesichts des Jahrestages mitteilte.

Monatelanger Lockdown für viele anfangs nicht vorstellbar

Und auch Landrat Richard Reisinger hält angesichts des Datums einen Moment inne. Er denkt um zwölf Monate zurück:
Es ist ‪der 5. März vor einem Jahr. Erstmalig in der Oberpfalz wird das Coronavirus an einer 49-jährigen Frau aus Kümmersbruck nachgewiesen. Kurz darauf kommen auch der 53 Jahre alte Ehemann und die 14 Jahre alte Tochter mit der Virusinfektion ins Klinikum. Einen Tag später vermeldet der Landkreis drei offiziell bestätigte COVID-19-Fälle. „Wir haben zwar alle mit einem Virusausbruch auch in unserem Landkreis gerechnet und waren darauf mehr oder weniger gut vorbereitet. Aber dass uns das Virus für viele Monate sprichwörtlich in Quarantäne zwingen würde, das hat sich niemand vorgestellt“, resümiert Landrat Richard Reisinger. Rückblickend spricht der Landkreischef in einer Pressemitteilung von einem Ausnahmejahr, wie er es in seiner Amtszeit noch nicht erlebt hat.

Gesundheitsämter im Ausnahmezustand

Bei der Landkreisbehörde und dem Gesundheitsamt folgten Wochen und Monate, in denen die Bekämpfung und Eindämmung des Infektionsgeschehens einen immer breiteren Raum einnehmen. Für Teile der Belegschaft des Landratsamtes, insbesondere des EDV-Sachgebietes, den Mitarbeitern des Gesundheitsamtes und dem Landrat selbst verlangt die Pandemie viel ab. Normale Arbeitsschichten gibt es nicht mehr. Fortan wird sieben Tage die Woche sowie an Feiertagen gearbeitet, um Herr der Lage zu bleiben. „Dies war und ist nur möglich, weil die Mitarbeiterzahl massiv aufgestockt wurde und andere Behörden sowie Bundeswehr und Polizei Unterstützung bei der Fall- und Kontaktpersonenermittlung leisten“, betont der Leiter des Gesundheitsamtes, Medizinaldirektor Dr. Roland Brey, laut der Pressemitteilung des Landratsamtes. (gb)

05. März 2020 2021 Amberg Bayern Corona Erster Coronafall in der Oberpfalz Fußgaengerzone Amberg gbeer Gerhard Beer Gerhard Theo Beer Jahrestag Kerstin Wittmann Klinikum St. Marien Amberg Kümmersbruck Luhe Manfred Wendl Oberpfalz Oberpfalz TV OTV Pandemie Covid 19 Pest Pflegedienstdirektorin Stimmungswechsel Vorstand

Das könnte Dich auch interessieren

16.02.2026 Startschuss für millionenschwere Sanierung der Kümmersbrucker Schulen Mit einem symbolischen Hammerschlag haben die Baubeteiligten die Sanierung der Grund- und Mittelschulen in Kümmersbruck gestartet. Voraussichtlich sechs bis sieben Jahre lang wird in mindestens fünf Bauabschnitten ein modernes Schulzentrum geschaffen, das den bestehenden verschachtelten uneinheitlichen Schulkomplex ablöst. Die Kosten dürften mehr als 20 Millionen Euro betragen, schätzt Bürgermeister Roland Strehl. Für ihn ging mit 19.06.2026 Kümmersbrucker Betrieb trotzt Wirtschaftslage Es ist ein Unternehmen, das der Wirtschaftsflaute trotzt, das sich an ungünstige Rahmenbedingungen anpasst, das Rekordumsätze noch steigert, während andere Firmen stagnieren oder verlieren. Die Metz-Group mit Sitz in Kümmersbruck hat sich in den vergangenen Jahren breit aufgestellt. Der einistige Automobilzulieferer ist heute ein  Tausendsassa rund um Systementwicklungen. Fünf Firmen stehen unter der Leitung von 11.05.2026 Im Dialog mit dem Arbeitgeber von morgen Was tun nach der Schule oder dem Studium? Hilfestellung zu dieser Frage hat die OTH Amberg-Weiden beim Career-Day im Amberger Congress Centrum angeboten. Ansprechpartner von 65 Unternehmen und Personaldienstleistern standen Studenten und Schülern von OTH-Kooperationsschulen für einen lockeren Dialog zur Verfügung. Alle Fragen zu möglichen Karriereschritten konnten erörtert werden. Die Schirmherrschaft hatte die emz-Hanauer GmbH 30.04.2026 Ein Fluss kehrt zurück zur Natur Nach sechs Jahre Planungs- und Bauarbeit ist die Renaturierung der Vils bei Vilseck im Ortsteil Gressenwöhr durch das Wasserwirtschaftsamt Weiden nun abgeschlossen. „Mit der ökologischen Umgestaltung des Gewässers wird nicht nur der Lebensraum für Fische, Pflanzen und andere wassergebundene Tiere verbessert, sondern auch zusätzlicher Retentionsraum geschaffen – ein wichtiger Beitrag zum Hochwasserschutz und zur Umsetzung