Mi., 28.04.2021 , 12:00 Uhr

Oberpfalz: Gedenkminute für verunglückte Arbeitnehmer

Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) ruft Beschäftigte in der Oberpfalz dazu auf, der Menschen zu gedenken, die bei der Arbeit ums Leben gekommen oder durch den Job erkrankt sind.

„Am internationalen Workers’ Memorial Day, dem 28. April, sollte um 12 Uhr eine Minute lang der Opfer von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten gedacht werden – ob im Betrieb, im Homeoffice oder auf der Baustelle“, sagt Manfred Götz, der stellvertretende Bezirksvorsitzende der IG BAU Oberpfalz. Die Corona-Pandemie habe ein Bewusstsein für die Gesundheitsgefahren gerade auch am Arbeitsplatz geschaffen. „In Zeiten hoher Infektionszahlen ist es besonders wichtig, dass die Unternehmen ihre Beschäftigten schützen – über regelmäßige Testangebote, medizinische Masken, Hygienestandards und Homeoffice“, so der Gewerkschafter.

In der Bau-, Land- und Forstwirtschaft oder der Gebäudereinigung sei Heimarbeit aber nur im Ausnahmefall möglich. Wer in diesen Branchen arbeite, trage zugleich ein grundsätzlich höheres Unfallrisiko – etwa durch Stürze von Gerüsten oder Verletzungen mit Häckslern. An die Firmen appelliert die IG BAU, den Arbeits- und Gesundheitsschutz „mit höchster Priorität“ zu behandeln. Dieser sei Teil der Fürsorgepflicht des Arbeitgebers.

Auf dem Bau ist angesichts der hohen Auftragslage aktuell besonders viel zu tun. Die Arbeitgeber sind es den rund 2.000 Beschäftigten der Branche im Landkreis Tirschenreuth schuldig, sie bestmöglich vor Gefahren zu schützen.

 Carsten Burckhardt, Mitglied IG BAU-Bundesvorstand

Nach Angaben der Berufsgenossenschaft BG BAU birgt auch der Arbeitsweg ein erhebliches Unfallrisiko: Allein im vergangenen Jahr verunglückten bundesweit 21 Bau-Beschäftigte auf ihrem Weg zum Einsatzort tödlich.

„Zu guten Arbeitsbedingungen zählt neben dem Arbeitsschutz eine faire Bezahlung“, so Burckhardt. In der anstehenden Tarifrunde für die Branche Bauhauptgewerbe setzt sich die Gewerkschaft daher für ein Lohn-Plus von 5,3 Prozent ein. Außerdem soll es eine Entschädigung der meist unbezahlten, oft stundenlangen Wegezeiten zu den Baustellen geben.

(Bildquelle: IG BAU Oberpfalz)

(vl)

Arbeitsweg Bezahlung Gedenken Gedenkminute IG BAU Oberpfalz Oberpfalz TV OTV Tirschenreuth Unfall Verletzung Verunglückte

Das könnte Dich auch interessieren

04.05.2026 Schwerverletzte bei Unfall in Eschenbach Bei einem Unfall in Eschenbach ist eine Frau leicht und eine weitere schwer verletzt worden. Die Fahrerin eines Hyundai missachtete laut Polizei die Vorfahrt einer Audi-Fahrerin. Der Audi wurde beim Zusammenprall über den Gehweg in einen Garten geschleudert, der Hyundai blieb stark beschädigt auf der Straße stehen. Die Audi-Fahrerin kam mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus. 27.04.2026 Ein VW Golf überschlägt sich und landet im Weiher Spektakulärer Unfall auf der Strecke von Amberg nach Hirschau. Ein 20-jähriger Deutscher war mit seinem VW Golf kurz vor der sogenannten Mittelmühle nach links von der Fahrbahn abgekommen. Er überschlug sich und landete mit seinem Fahrzeug in einem angrenzenden Weiher. Der Fahrer und sein ebenfalls 20-jähriger Beifahrer konnten sich selbst über dem Kofferraum aus dem 24.04.2026 Fahrt endet im Wasser – Männer befreien sich durch Kofferraum Am späten Freitagabend endete eine Fahrt zweier junger Männer zwischen Hirschau und Amberg im Wasser. Auf Höhe Mittelmühle kam ihr PKW aus bisher ungeklärten Gründen von der Fahrbahn ab und landete kopfüber im angrenzenden Wassergraben. Nach bisherigem Kenntnisstand lag keine Fremdeinwirkung vor, so die Polizeiinspektion Amberg. Beide Insassen wurden nur leicht verletzt und konnten sich 23.04.2026 Zweijähriges Kind in Lebensgefahr – LKW-Unfall in Nabburg Am gestrigen Mittwoch kam es zu einem schweren Verkehrsunfall in Nabburg. Ein zweijähriges Kind musste noch an der Unfallstelle reanimiert werden. Am Nachmittag kam eine 34-jährige Frau mit ihrem PKW aus bislang ungeklärter Ursache in den Gegenverkehr. Ein entgegenkommender LKW versuchte auszuweichen, konnte den Zusammenprall aber nicht mehr verhindern. Mit im Auto waren die beiden