Mo., 09.12.2019 , 10:46 Uhr

Oberpfalz: Polizeimaßnahmen nach Einbruchserie entlang der A3

Am Wochenende musste die Polizei Oberpfalz 19 Wohnungseinbrüche verzeichnen. Schwerpunktmäßig war dabei der Landkreis Neumarkt i.d.OPf. betroffen, aber auch andere Gemeinden entlang der A 3, wie zum Beispiel Neutraubling, Regensburg und Wiesent. In den meisten Fällen gelangten die Täter über Terrassentüren oder Fenster im Erdgeschoss in die Wohnräume. Diese wurden zumeist mit einem Werkzeug aufgehebelt. Überwiegend nutzten die Täter den Schutz der Dunkelheit und die Abwesenheit der Bewohner zwischen 16 und 21 Uhr. Angegangen wurden vor allem Einfamilien-, Doppel- und Reihenhäuser. Nach derzeitigem Stand ist davon auszugehen, dass die Täter blitzschnell agierten und dabei nur leicht zu transportierende Gegenstände wie Bargeld oder Schmuck mit sich nahmen.

Was tut die Polizei dagegen?

Besonders in der dunklen Jahreszeit ist die Oberpfälzer Polizei zur Einbruchsprävention verstärkt uniformiert, aber auch nicht wahrnehmbar in zivil in Wohngebieten präsent. Diese Maßnahmen wurden mit dem Bekanntwerden der ersten Einbrüche umgehend intensiviert.

So kamen am Wochenende auch ein Polizeihubschrauber und Polizeihunde zum Einsatz.

Wie gehen die Täter grundsätzlich bei Einbrüchen vor?

Wohnungseinbrecher nutzen erfahrungsgemäß günstig gelegene Fenster oder Türen, um diese aufzubrechen. Dazu nähern sie sich bevorzugt über rückwärtige Bereiche z.B. den Garten oder die Terrasse an die Einbruchsobjekte an und nutzen dabei in der Regel die Abwesenheit der Bewohner.

Potentielle Tatobjekte werden vorher ausspioniert z. B. durch Auskundschaften der Umgebung, Kontrollanrufe oder Sturmklingeln kurz vor dem Einbruch, um herauszufinden, ob sich jemand in der Wohnung bzw. im Haus aufhält. Vereinzelt kommt es auch zu einer persönlichen Kontaktaufnahme mit den späteren Opfern. So wird z. B. unter einem Vorwand an der Türe geklingelt (Betteln, Bitte um ein Glas Wasser etc.), um zu sehen, ob ein ungestörter Einbruch möglich ist.

Was rät die Polizei und wie kann ich mich schützen?

• Sorgen Sie für Helligkeit im Umfeld ihres Hauses bzw. ihrer Wohnung z.B. durch Installieren eines Bewegungsmelders
• Fenster, Balkon- und Terrassentüren auch bei kurzer Abwesenheit immer verschließen. Vorsicht: „ Gekippte Fenster sind offene Fenster“
• Rollläden nur zur Nachtzeit geschlossen halten, um nicht tagsüber Abwesenheit zu signalisieren.
• Bei längerer Abwesenheit Hinweise auf Leerstand vermeiden z.B. überquellender Briefkasten, entsprechende Mitteilung auf dem Anrufbeantworter, zugezogene Gardinen etc.
• Bewusst auf verdächtige Personen und Fahrzeuge im Umfeld und der Nachbarschaft achten; evtl. auch Kfz-Kennzeichen, Marke und Fahrzeugtyp sowie Beschreibungen zu Personen notieren
• Sollten Sie Zeuge eines Einbruches werden, verständigen Sie sofort über die polizeiliche Notrufnummer 110 die Polizei
• Generell gilt: Lieber einmal zu viel, als einmal zu wenig die 110 anrufen

Kriminalpolizeiliche Beratungsstellen

Darüber hinaus verfügen die Kriminalpolizeiinspektionen Regensburg, Amberg und Weiden über speziell ausgebildete Fachberater, bei denen man sich u. a. zum Thema Einbruchschutz beraten lassen kann. Die Beamten kommen auf Wunsch auch vor Ort und geben kostenlos Tipps, wie man die Sicherheit in seinem Haus bzw. seiner Wohnung verbessern kann. Ihre Erreichbarkeit erhält man über die örtlich zuständige Polizeiinspektion.

Wie man sein Hab und Gut wirksam vor Einbrechern schützt, findet man auch im Internet unter:

www.k-einbruch.de oder
www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/diebstahl-und-einbruch/einbruchsdiebstahl

(cg / PM: Polizeipräsidium Oberpfalz)

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