Mi., 03.06.2020 , 09:23 Uhr

Oberpfalz: Krankenhäuser dürfen wieder mehr Betten belegen

Krankenhäuser dürfen wieder mehr Betten belegen. Das hat die Regierung der Oberpfalz mitgeteilt. Denn bisher mussten Krankenhäuser, die für die Versorgung von gesetzlich Versicherten zugelassen sind, 25 Prozent ihrer Normalkapazität für die Versorgung von Corona-Infizierten bereit halten. EInrichtungen der Vorsorge und Rehabilitation waren angehalten, sogar 30 Prozent der Kapazitäten zu reservieren. So sieht es die Allgemeinverfügung des Bayerischen Innenministeriums und des Bayerischen Gesundheitsministeriums vom 08.05.2020 vor. Bei einer günstigen Entwicklung des Infektionsgeschehens ist es den Bezirksregierungen möglich, in Zusammenarbeit mit den Ärztlichen Leitern der Führungsgruppen Katastrophenschutz und den Einrichtungen vor Ort davon abweichende Regelungen zu treffen. Davon hat die Regierung der Oberpfalz jetzt Gebrauch gemacht.

Damit ist den oberpfälzer Krankenhäusern und Einrichtungen ein weiterer Schritt in Richtung Normalität erlaubt. Die Vorhaltepflicht für Allgemein- und Normalpflegebetten wurde in der gesamten Oberpfalz generell auf 15 Prozent gesenkt. In den Bereichen der Integrierten Leitstellen Nordoberpfalz und Amberg müssen weiterhin 25 Prozent der Intensivkapazitäten mit invasiver Beatmungsmöglichkeit für die Behandlung von COVID-19-Erkrankten zur Verfügung gehalten werden, im Bereich der Integrierten Leitstelle Regensburg sind dies aufgrund Fallhäufungen in der letzten Woche 30 Prozent der Intensivkapazitäten mit invasiver Beatmungsmöglichkeit. Durch die Einrichtungen vor Ort wird zudem sichergestellt, dass im Falle eines starken Anstiegs innerhalb von 24 Stunden mindestens weitere 10 Prozent Intensivbetten mit Beatmungsmöglichkeiten zur Verfügung gestellt werden können.

Durch die Freigabe der Bettenkontingente wollen wir den Krankenhäusern ermöglichen, erforderliche Eingriffe wieder verstärkt vornehmen zu können. Auf der anderen Seite wollen wir für den Fall gewappnet sein, dass wir auf ein eventuelles neues Ausbruchsgeschehen bestmöglich vorbereitet sind und umgehend reagieren können.

(Axel Bartelt, Regierungspräsident Oberpfalz)

Die Lockerung der Corona-Vorhaltepflicht stützt sich auf die Analyse des aktuellen Infektionsgeschehens und die Kapazitäten in den Krankenhäusern. Zusammen mit den Ärztlichen Leitern der Führungsgruppen Katastrophenschutz in den ILS Bereichen Regensburg, Amberg und Nordoberpfalz und den Krankenhäusern vor Ort wird ein kontinuierliches Monitoring stattfinden, um bei einem Wiederanstieg der Zahlen umgehend gegensteuern zu können.

Ich möchte mich aber selbstverständlich auch bei allen Beschäftigten im Bereich von Medizin, Pflege und Rettungsdienst herzlich für ihren aufopferungsvollen und unermüdlichen Einsatz in den letzten Wochen und Monaten bedanken. Das hat mit tief beeindruckt und bewegt. Sie waren viele Wochen mit vollem Einsatz an vorderster Front, haben sich selbst einem nicht unerheblichen Risiko ausgesetzt, um anderen Menschen in zum Teil lebensbedrohlichen Situationen zu helfen und für uns alle diese Pandemie in den Griff zu bekommen. Das verdient unser aller höchsten Respekt.

(Axel Bartelt, Regierungspräsident Oberpfalz)

(vl)

Axel Bartelt Betten Corona Freihalten Kapazität Krankenhäuser Medizin Normalität Oberpfalz Oberpfalz TV OTV Pflege Regelbetrieb Regierung Regierungspräsident Rettungsdienst

Das könnte Dich auch interessieren

24.06.2026 Mercedes fliegt 40 Meter durch die Luft – Fahrer verletzt Ein junger Autofahrer ist gestern bei einem Unfall auf der B470 bei Eschenbach verletzt worden. Nach Angaben der Polizei kam der Mann mit seinem Oldtimer-Mercedes auf Höhe der Eschenbacher Kläranlage nach rechts von der Fahrbahn ab. Das Fahrzeug überquerte einen Grünstreifen, hob ab, flog rund 40 Meter durch die Luft und prallte anschließend gegen einen 17.06.2026 Chemieunfall als Übungsszenario in Hahnbach Feuerwehr, Rotes Kreuz, Berg- und Wasserwacht haben an der Max-Prechtl-Schule in Hahnbach den Ernstfall geprobt. Bei einer gemeinsamen Katastrophenschutz- und MANV-Übung – also einem Massenanfall von Verletzten – wurde ein Unfall im Chemieunterricht mit zehn verletzten Schülern simuliert. Einige Betroffene befanden sich noch im Schulgebäude, das Atemschutzträger durchsuchten. Außerdem unterstützte eine Drehleiter die angedeutete Personenrettung. 03.06.2026 Erich Schraml für weitere fünf Jahre Kreisarchivpfleger Erich Schraml bleibt für weitere fünf Jahre Kreisarchivpfleger für den Landkreis Tirschenreuth, genauer Teil 1, also den Alt-Landkreis Tirschenreuth. Die Direktorin des Staatsarchivs Amberg, Maria Rita Sagstetter, übergab ihm im Fuchsmühler Rathaus unter Beisein von Landrat Hubert Schicker die Urkunde. Zu Schramls Hauptaufgaben gehören die Beratung bei der Verzeichnung, Sicherung und Zugänglichmachung von Schriften und 02.06.2026 Wenn Kuscheltiere Patienten werden: OTH lädt zur Teddybärenklinik Am 16. und 17. Juli verwandelt sich der Campus der OTH Amberg-Weiden in Weiden in eine ganz besondere Klinik. Bei der Teddybärenklinik stehen nicht Menschen, sondern Kuscheltiere im Mittelpunkt. Kinder bringen ihr Lieblingskuscheltier mit und begleiten es durch verschiedene Stationen einer kindgerechten Klinik. Dort können sie medizinische Geräte kennenlernen, Diagnosen stellen und Behandlungen ausprobieren. Ziel