Mo., 10.08.2020 , 09:30 Uhr

Oberpfalz: Weitere Absagen beim OVIGO-Theater

Aufgrund der derzeitig schwer einzuschätzenden Situation in Bezug auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie hat sich das OVIGO Theater entschlossen, weitere Termine abzusagen bzw. zu verschieben. „Wir möchten kein unnötiges Risiko eingehen“, so Florian Wein, der erste Vorsitzende des Vereins. „Wir dürften zwar offiziell wieder. Doch das Risiko ist uns derzeit zu groß“. Jedoch: „Das bezieht sich auf die ‚großen‘ Produktionen mit vielen Darstellern, wie ‚Eine ganz heiße Nummer‘ und ‚Emil und die Detektive‘. Die Erlebnisführung ‚Zeitreise‘, die bereits sehr erfolgreich angelaufen ist, wird weiterhin angeboten.“

Im Detail bedeutet das, dass das Familienmusical „Emil und die Detektive“ weiterhin im Wartestand ist. Das Stück musste einen Tag vor der Premiere (15. März 2020) abgesagt werden. Neue Termine könnten nun erst für 2021 angepeilt werden. Die musikalische Komödie „Eine ganz heiße Nummer“ hätte nach dem großen Erfolg im Januar und Februar eine Wiederaufnahme in Bad Abbach, Gleiritsch und Waldsassen bekommen. Doch auch diese Termine fallen nun der Corona-Pandemie zum Opfer. Ersatzvorstellungen sollen ebenfalls 2021 folgen. Am 3. Oktober 2020 stünde die Premiere des Schauspiels „Utøya“ an. Doch auch diese Produktion muss nun auf 2021 verschoben werden. Betroffen ist auch das Format „Dinner mit Killer“, das einen spannenden Krimi mit kulinarischen Genüssen verbindet.

Einmal mehr: Das OVIGO Theater erfindet sich neu
„Wir hoffen, bald wieder so loslegen zu können, wie wir uns das wünschen“, so Florian Wein. „Doch Sicherheit und Gesundheit gehen vor. Kommt es nun zu einer zweiten Welle, wäre es sicherlich kein gutes Zeichen, wenn wir mit großen Ensembles, ohne Abstand, auf die Bühnen zurückkehren. Wir müssen abwarten.“

Seit Mitte Juli bietet das OVIGO Theater Erlebniswanderungen mit Schauspieleinlagen an. Das neue Format heißt „Zeitreise“ und startete mit einer ersten Führung zur Burg Murach bei Oberviechtach („Schrazel, Hoymänner und der wilde Hans“). Sämtliche Termine sind bereits ausverkauft. Die Führung kann als Gruppe nach wie vor gebucht werden.

Zudem plant das OVIGO Theater für den Herbst eine „Überraschung“ – ein völlig neues Format, das allen derzeitigen Hygiene-Richtlinien gerecht werden soll und für die OVIGOZuschauer etwas gänzlich Neues bieten soll. Nähere Informationen sollen bald folgen. „Wir sind nicht untätig“, so Wein. „Im Gegenteil. Wir erfinden uns gerade einmal mehr neu.“

(Bild: Florian Wein)

(vl)

absägen Aufführungen Auftitt Florian Wein Format Herbst neu Oberpfalz Oberpfalz TV OTV OVIGO Theater Theater verschoben

Das könnte Dich auch interessieren

04.02.2026 Ovigo und Stadtbühne Vohenstrauß: Ausblick ins Theaterjahr 2026 Beim Ovigo-Theater ist dies gelungen. Laut Intendant Florian Wein hat das Theater einen Antrag auf eine institutionelle Förderung während des ganzen Jahres gestellt. Vom Zweckverband kam diesbezüglich ein positiver Bescheid. Ein wichtiger Schritt in Richtung Professionalisierung, so Wein. Anders sieht es bei der Stadtbühne Vohenstrauß aus. Laut Förderkriterien des Zweckverbands ist eine Förderung der Stadtbühne 12.06.2026 „Eine ganz heiße Nummer“ des OVIGO-Theaters Generalprobe für „Eine ganz heiße Nummer“ des OVIGO-Theaters in Grafenwöhr. Das Stück dreht sich um drei Frauen, die ihre Arbeitsplätze verloren haben und jetzt um ihre Zukunft kämpfen – mit einer ungewöhnlichen Geschäftsidee. Dabei versetzen sie ihr Dorf in Aufruhr. Denn nach einigen holprigen Anfängen wird die Telefonsex-Hotline zum Geheimtipp im Dorf. Diese Aufführung ist 08.06.2026 Pumuckl, Rocky Horror und mehr: Luisenburg-Festspiele eröffnet Die Festspiele auf der Luisenburg in Wunsiedel sind gestartet. Mit dem Theaterfest hat das Ensemble am Wochenende die diesjährige Spielzeit eröffnet. Besucher konnten beim Fest einige Einblicke in die kommenden Vorführungen gewinnen, darunter Meister Eder und sein Pumuckl oder die Rocky Horror Show. Auch Konzerte, Gastspiele und viele weitere Angebote erwarten die Zuschauer. Bis in 22.05.2026 Erfolg der Theatergruppe Eglsee: „Die verbotene Liab“ Mit viel Humor verabschiedete sich die Theatergruppe des Stammtisches Eglsee mit ihrer letzten Aufführung von „Die verbotene Liab“. Im Zentrum steht Sohn Stefan, der statt einer reichen Braut seine große Liebe Vroni heiraten will – sehr zum Ärger der Eltern. Verwechslungen, alte Geheimnisse und vermeintliche Seitensprünge sorgen für turbulente Szenen, bis Vroni schließlich die Wahrheit